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Silvia Rentenberger-Enzenebner ist neue ÖGB-Vorsitzende in Freistadt/Urfahr-Umgebung

Regina Wiesinger, 13.10.2017 09:49

FREISTADT/URFAHR-UMGEBUNG. Zur neuen ÖGB-Regionalvorsitzenden wählten die Delegierten zur ÖGB-Regionalkonferenz in Freistadt/Urfahr-Umgebung die Betriebsratsvorsitzende des Landeskrankenhauses Freistadt, Silvia Rentenberger-Enzenebner. 

Das neue ÖGB-Präsidium, v.l.: ÖGB-Regionalvorsitzende Silvia Rentenberger-Enzenebner (FSG), Richard Pichler (FSG), ÖGB OÖ Vorsitzender Dr. Johann Kalliauer, Wolfgang Himmelbauer (FCG) und Anita Manzenreiter (FCG)

Ende September fand die Konferenz unter dem Motto „Zukunft der Arbeit fair gestalten“ im Festsaal der Arbeiterkammer Freistadt statt. In Zeiten von Automatisierung, Digitalisierung und neuer Arbeitsformen erarbeiten die Gewerkschafter schon heute ihre Ideen für eine faire Arbeitswelt der Zukunft. „Neben großen Umwälzungen betrifft die Digitalisierung jeden einzelnen Arbeitnehmer auch direkt. So gilt es etwa in Zeiten permanenter Erreichbarkeit für eine Abgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit zu sorgen“, sagt die neue Vorsitzende Silvia Rentenberger-Enzenebner.

Gewerkschaften wichtig für Gestaltung der Arbeit in Zeiten der Digitalisierung

Automatisierung, Digitalisierung, Crowdworking: Unsere Arbeitswelt ist im Wandel. Es entstehen neue Arbeitsformen und neue Jobs, während manche Tätigkeiten einfach aussterben. Vom Transportwesen über die Gesundheit bis hin zur Bildung – die gesamte Arbeitswelt von morgen ist betroffen. „Wir brauchen – vor allem auch wegen der zunehmenden Digitalisierung - einen Umbau unseres Steuersystems. Nicht der Faktor Arbeit muss in Zeiten der Digitalisierung besteuert werden, sondern die Wertschöpfung und große Vermögen“, fordert ÖGB-Landesvorsitzender Dr. Johann Kalliauer, der das Hauptreferat bei der Konferenz hielt. „Wir wollen, dass auch die Arbeitswelt der Zukunft faire Arbeit für alle bietet. Deshalb setzt sich der ÖGB intensiv mit den kommenden Herausforderungen auseinander.“ Bei der Regionalkonferenz in Freistadt brachten Betriebsräten, Personalvertreter und Jugendvertrauensräten ihre Ideen ein. Die Ergebnisse werden gemeinsam mit Vorschlägen aus anderen Konferenzen am ÖGB-Bundeskongress 2018 präsentiert.

Antrag zur „Stärkung und Sicherung des LKH Freistadt“ einstimmig beschlossen

Im Rahmen der ÖGB Regionalkonferenz wurde ein Antrag mit dem Titel „Stärkung und Sicherung des Landeskrankenhauses Freistadt“ eingebracht. Der Antrag wurde einstimmig mit den Stimmen aller Fraktionen (FSG - Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen und FCG - Fraktion Christlicher Gewerkschafter) beschlossen. Die ÖGB-Regionalkonferenz fordert:

  1. Eigene Kinderstation für den Krankenhausstandort Freistadt
  2. Magnetresonanztomograph für das Landeskrankenhaus Freistadt
  3. Eine sofortige Aufstockung pflegerischer und therapeutischer Mitarbeiter
  4. Installierung eines an die heutigen medizinischen und pflegerischen Anforderungen angepassten Personal-Berechnungsmodells
  5. Lockerung und größeres Kontingent beim Zugang zur medizinisch-akademischen Ausbildung zur Ärztin/zum Arzt, um die zukünftige Gesundheitsversorgung in der Region abzusichern

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