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FREISTADT. Seit etwas mehr als einem Jahr ist Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer nun im Amt. Zwölf Monate, nachdem Elisabeth Paruta-Teufer mit 57,7 Prozent zur ersten Bürgermeisterin von Freistadt gewählt wurde, zieht sie Bilanz.

Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer Foto: Studio Nicole Stummer
Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer Foto: Studio Nicole Stummer

„Das war ein arbeitsintensives und ereignisreiches Jahr mit vielen positiven Eindrücken. Wir haben viel gearbeitet und wichtige Projekte auf Schiene gebracht und umgesetzt. Ich gehe jetzt mit offeneren Augen durch die Stadt als früher. Bei jedem Spaziergang achte ich darauf, ob genügend Mistkübel vorhanden sind, die Parksituation verbessert oder eine gefährliche Kreuzung entschärft werden könnte. Ich trage eine große Verantwortung für die Stadt und ihre  Bürger, und die nehme ich sehr ernst.“

Stadtmarketing Thema Nummer eins

Eines der großen Themen im vergangenen Jahr war der Aufbau des Stadtmarketings. „Freistadt ist ein historisches Juwel, auf das wir sehr stolz sind. Wir liegen genau in der Mitte zwischen Norddeutschland und der Adria. Touristisch haben wir noch sehr viel Potential. Mit dem Aufbau des Stadtmarketings sind wir einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gegangen. Seit Oktober haben wir auch ein neues Logo und eine einheitliche Werbelinie. Das Projekt Stadtmöblierung mit den Studenten der Kunstuni Linz ist erfolgreich angelaufen und das Programm für 2018 ist fixiert“, resümiert die Bürgermeisterin.

Schulneubau

Ein weiteres Top-Thema, das die Stadtchefin in ihrem ersten Jahr intensiv beschäftigt hat, ist der Ausbau und die Aufwertung des Schulstandortes Freistadt. Der Nordturm der neuen UNESCO Musik-NMS wurde fertiggestellt und die Arbeiten im Südturm haben begonnen. „Die neue Schule spielt technisch alle Stücke: ultraschnelle Glasfaseranbindung, WLAN im gesamten Haus, freizugängliche PCs und interaktive Tafeln. Die großzügigen, hellen Räumlichkeiten und die bunten Möbel machen aus der neuen Schule eine richtige Wohlfühlschule. In dieser Umgebung können sich die Schüler bestmöglich auf ihre Zukunft vorbereiten“, freut sich die Bürgermeisterin.

Stifterplatz überarbeitet

Für mehr Sicherheit am Schulweg hat die Neugestaltung des Busterminals Stifterplatz gesorgt. „Gerade zu den Stoßzeiten in der Früh und zu Mittag ist es hier immer wieder zu gefährlichen Situationen gekommen. Der gesamte Busbereich ist jetzt eine verkehrsfreie Zone, in der sich unsere Kinder und Jugendlichen sicher bewegen können.

Stadt wächst - viele Herausforderungen

„Begonnen haben die Planungen für eine zusätzliche Kindergartengruppe am Standort des Pfarrcaritas-Kindergartens Sonnenhaus. „Freistadt ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen, die 8000-Einwohner-Marke ist bald erreicht. Da sich viele junge Familien bei uns ansiedeln, ist auch der Bedarf an Kindergartenplätzen entsprechend gestiegen. Vergangenes Jahr mussten wir vorübergehend einen Container für eine zusätzliche Gruppe aufstellen, jetzt liegt die definitive Zustimmung des Landes für die Erweiterung vor.“

Umweltschutz wird groß geschrieben

Von Anfang an eingesetzt hat sich Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer für eine umweltfreundliche Stadtentwicklung. Nach der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED leuchten seit heuer auch Freistadts Christbaum und die weihnachtlich geschmückten Kastanienbäume im Schlosshof mit umweltfreundlichem LED-Licht. Für kommendes Jahr ist die thermische Sanierung des Rathauses geplant, und dank des Projekts Orange konnten die Restmüllmengen deutlich reduziert werden. „Freistadt ist in Sachen Umweltschutz seit vielen Jahren eine Vorzeigegemeinde. Diesen Weg wollen wir konsequent weiterverfolgen und uns als Green City positionieren.“

Neuer Standesamtverband

Dass eine enge Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden der Region immer wichtiger wird und viele Vorteile hat, davon ist Paruta-Teufer überzeugt. „Ressourcen können effizient eingesetzt werden, Kompetenzen und Wissen gebündelt. Daher sind wir auch dabei, einen Standesamtsverband mit den umliegenden Gemeinden zu gründen. Wir haben hier schon viele Vorarbeiten geleistet. Einige Gemeinden haben ihr Interesse bereits bekundet. Nächstes Jahr wird im dritten Stock des Rathaus umgebaut und mit 1.1.2019 wollen wir starten.“ Eine gemeinsame Lösung der Region braucht es auch für die Generalsanierung der Badeanlage und die P&R-Anlage im Süden der Stadt. „Ebenso arbeiten wir seit einiger Zeit an einem Fuß- und Radwegenetz zwischen den umliegenden Gemeinden. Wir müssen als Region zusammenhalten, dann profitieren wir auch alle davon!“

Auch in Sachen Bürgerservice hat die Bürgermeisterin einiges umgestellt. „Wir reinstallieren die Bauabteilung, damit wir unsere Bürger besser und fundierter beraten und ihre Anliegen schneller bearbeiten können.“ Eingeführt wurde vergangenes Jahr auch die duale Zustellung, das heißt die Zustellung von Gemeindevorschreibungen per Mail, sowie die Beschwerde-App.


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