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Hans Affenzeller: "Mobilität für Generation 50+ im Bezirk Freistadt stark verbesserungswürdig"

Regina Wiesinger, 13.03.2018 10:56

FREISTADT. Sehr viele Gemeinden in unserem Bezirk sind sehr schlecht und teilweise überhaupt nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Bei einer Umfrage des Pensionistenverbandes in ihren Ortsgruppen kamen gravierende Mängel beim öffentlichen Verkehr zutage, die insbesondere für die nicht mehr mobile ältere Generation ein großes Problem darstellt. Auch in Bezug auf die Verkehrssicherheit gibt es massive Kritik.

Der öffentliche Verkehr im Bezirk ist nicht sehr Pensionistenfreundlich. Symbolfoto: Concept Photo/Shutterstock.com

Die größten Baustellen im öffentlichen Verkehr im Bezirk Freistadt zählt Pensionistenverband-Bezirksvorsitzender, LAbg. a.D. Hans Affenzeller auf:

  • Die Auflassung der Haltestellenbuchten bei den Bushaltestellen erscheint nicht sinnvoll, da sich dadurch oftmals ein Verkehrsstau hinter dem stehenden Bus entwickelt und Gefahren durch doch vorbeifahrende Autos und LKW entstehen. Da werden Kosten eingespart auf Kosten der Verkehrssicherheit.
  • Die Erreichbarkeit der Ämter und Behörden (BH, Finanzamt, Gericht…..) in der Bezirkshauptstadt ist von vielen Orten des Bezirkes nur schwer möglich, wie aus Bad Zell, Kefermarkt (keine direkte Anbindung an den öffentlichen Verkehr, nur über Lest), Königswiesen, Liebenau, Pierbach, St. Leonhard, Weitersfelden und Windhaag.
  • Die Busverbindungen in die Landeshauptstadt Linz sind nicht zufriedenstellend von Kefermarkt, Liebenau, Wartberg ob der Aist und Windhaag.
  • Eine Bahnverbindung nach Linz ist leider nicht möglich oder nur durch längere Anfahrt zu einer Haltestelle von Gutau, Königswiesen, Liebenau, Weitersfelden, Mönchdorf, Pierbach, St. Leonhard und Windhaag.
  • Der Citybus in Freistadt soll eingestellt werden, da gibt es massiven Widerstand vonseiten des Pensionistenverbandes.

„Insgesamt ist diese Situation kein Ruhmesblatt für die Verkehrspolitik in OÖ und in unserem Bezirk. Eine sehr teure S10 ist zu wenig, wenn man dann bei den peripheren Gemeinden den Sparstift einsetzt. Wir werden diesen Forderungskatalog auch an den zuständigen OÖ Verkehrsreferenten und an die zuständigen Regionalpolitiker übermitteln und erwarten uns Antworten und konkrete Maßnahmen“, sagen dazu der Stv. Bezirksvorsitzende Ludwig Kürnsteiner und Bez. Vorsitzender Hans Affenzeller.


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