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BEZIRK FREISTADT. 792 Personen sind derzeit im Bezirk Freistadt auf Jobsuche. Ein Alter über 50, fehlende Qualifikationen und gesundheitliche Einschränkugen erschweren den Wiedereinstieg ins Berufsleben.

Eine zermürbende Situation Foto: Wodicka
Eine zermürbende Situation Foto: Wodicka

Derzeit sind beim AMS Freistadt 1093 Personen arbeitslos gemeldet. „301 davon haben eine Wiedereinstellungszusage und werden in den nächsten Tagen wieder die Beschäftigung in ihrem Stammbetrieb aufnehmen“, weiß AMS-Leiter Alois Rudlstorfer.

Nur 538 offene Stellen im Bezirk Freistadt

Übrig bleiben 792 Personen, die tatsächlich einen Job suchen. „Ihnen stehen alleine im Bezirk Feistadt 538 offene Stellen zur Verfügung. Statistisch gesehen können also unsere Betriebe lediglich unter 1,5 Arbeitssuchenden für jede ihrer offenen Stellen auswählen“, sagt. Rudlstorfer.

Fehlende Qualifikationen und gesundheitliche Beeinträchtigungen verschärfen die Situation

Verschärft wird diese ohnehin schon sehr geringe Auswahlmöglichkeit durch fehlende Qualifikationen und bwz. oder gesundheitliche Einschränkungen der Bewerber. „Auch bei der Einstellung von älteren Arbeitssuchenden sind Betriebe noch immer sehr zurückhaltend. Derzeit suchen 306 Personen über 50 Jahren nach einer neuen beruflichen Herausforderung“, sagt der AMS-Leiter.

Lohnkostenzuschüsse für Unternehmen

„Fehlende oder mangelnde Qualifikation versuchen wir durch die Übernahmen der Kosten für Weiterbildungskurse zu beheben. Bei gesundheitliche Einschränkungen und sonstige Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt helfen wir durch befristete Lohnkostenzuschüsse“, sagt der Freistädter AMS-Chef.

Brisante Situation am Lehrstellenmarkt

Noch brisanter sei die Situation am Lehrstellenmarkt. Für 155 offene Lehrstellen sind nur 36 Lehrstellen suchende Jugendliche gemeldet. Davon besuchen 26 derzeit noch die Pflichtschule und stehen daher erst ab Sommer für eine Lehrausbildung zur Verfügung.

Benachteiligten Jugendlichen eine Chance zur Lehre geben

„Schwer tun sich weiterhin Jugendliche mit gesundheitlichen oder psychischen Einschränkungen“, weiß Alois Rudlstorfer. „Betriebe, die benachteiligten Jugendlichen eine Chance auf eine Lehrausbildung geben, unterstützen wir mit eine Lehrstellenförderung.“


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