Braucommune Freistadt: 100.000 Hektoliter-Marke geknackt
FREISTADT. Freudentag für die Braucommune Freistadt: Erstmals haben die Freistädter Bierbrauer die Verkaufsmarke von 100.000 Hektoliter pro Jahr erreicht. Gebührend gefeiert wurde dieser Meilenstein mit den Eigentümern und den 116 Mitarbeitern.

„Die Braucommune hat offenbar meistens alles richtig gemacht“, strahlte Geschäftsführer Ewald Pöschko. Ihn gab es an diesem Abend übrigens nicht nur in Natura zu sehen, sein Konterfei zierte auch die grünen Langhalsflaschen, in denen die Spezialabfüllung namens „Ewalder Edelpils“ zu Pöschkos jüngst gefeiertem 60. Geburtstag gluckerte.
Freistädter Brauer schwimmen gegen Trend
280 Braustätten gibt es in Österreich, 15 davon setzen im Jahr mehr als 100.000 Hektoliter Bier ab. „In diese Liga sind wir nun aufgestiegen, wir können uns selbst auf die Schulter klopfen“, zeigte sich Pöschko stolz. In Freistadt sei der Bierabsatz in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, bei gleichzeitig österreichweit sinkendem Bierabsatz. Zum Vergleich: 1992 betrug der Pro Kopf-Bierkonsum noch 120 Liter, heute liegt er bei 103 Liter. „Die Braucommune Freistadt hat erfreulicherweise gegen den Trend seit Jahren hohe ein- bis zweistellige Zuwachsraten beim Bierabsatz.“ Das Erfolgsrezept, das Freistädter Bier erst jüngst zum sympathischsten Bier Oberösterreichs gemacht hat: Top-Qualität bei Rohstoffen, gute Mitarbeiter, Regionalität und Authentiziät.
30 Millionen Euro investiert
Zum Erfolg hat auch die hohe Investitionsbereitschaft beigetragen: In den Um- und Neubau der Braucommune Freistadt wurden in den vergangenen acht Jahren 30 Millionen Euro gesteckt. „Seit 2010 haben wir eigentlich jedes Jahr eine Baustelle gehabt“, resümiert Braumeister Johannes Leitner. Für Leitner ist auch das übersichtliche Sortiment ein Vorteil im Wettbewerb um die Bierkonsumenten: „Wir haben uns mit unserem Sortiment von acht Bieren nicht verzettelt, es ist für jeden Geschmack das passende Bier dabei.“
Absatz nach Landesausstellung explodiert
Stolz auf die 100.000 Hektoliter Bierabsatz war auch Verkaufschef Josef Horner: Das ist das Ergebnis stetiger, fleißiger Arbeit.“ Für Braucommune-Vorstand Michael Raffaseder haben die Freistädter Bierbrauer ihre Chancen bestmöglich genützt. „Im Jahr vor der Landesausstellung 2013 haben wir 65.000 Hektoliter verkauft. Danach ist der Absatz regelrecht explodiert.“ Er danke auch den Eigentümern, also den Hausbesitzern in der Innenstadt für ihre Zustimmung, Geld in die Braucommune zu reinvestieren. Für die 116 fleißigen Mitarbeiter der Braucommune hat der Verwaltungsrat eine 100.000 Hektoliter-Prämie beschlossen, die in Form von Freistädter Bier-Gutscheinmünzen ausgegeben wird.


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