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Entsetzt reagiert der Bezirksvorsitzende des Pensionistenverbandes Freistadt auf den Beschluss der Landesregierung, Frauen von den Philippinen als Pflegekräfte anwerben zu wollen. Damit würden Lohnniveau und Arbeitsbedingungen weiter verschlechtert.

„Pflegeberufe haben ein sehr niedriges Lohnniveau, schlechte Arbeitsbedingungen und damit auch ein schlechtes Image. Durch den Import 'billiger' Arbeitskräfte wird diese Situation noch verstärkt“, sieht Hans Affenzeller eine Bedrohung der heimischen hochqualifizierten Pflegekräfte durch diese Vorgangsweise. Die Rekrutierung und Ausbildung der Philipininnen dauert Jahre, denn Pflegekräfte brauchen sehr gute Sprachkenntnisse, um mit ihren Patienten entsprechend kommunizieren zu können. „Die 90.000 Euro, die für ein Rekrutierungsbüro auf den Philippinen vorgesehen sind, können in Österreich viel sinnvoller und vor allem nachhaltiger investiert werden“, sagt Affenzeller.Denn das Interesse an Pflegeberufen sei in Österreich durchaus da, wenn junge Menschen echten Kontakt mit ihnen gehabt haben. Viele Zivildiener und Mädchen aus einem freiwilligen Sozialjahr wollen im Pflegebereich bleiben, weil sie hier eine sinnvolle und erfüllende Tätigkeit sehen. Die Realität aber – Arbeitsbedingungen, Gehalt, Status – treibt viele wieder weg. „Wir müssen alles daran setzen in der Pflege Bedingungen zu schaffen, die den Pflegebedürftigen, vor allem älteren Menschen, eine lebenswerte Betreuung sichern und den Pflegekräften ein Arbeitsumfeld schaffen, das ihrer anspruchsvollen Tätigkeit gerecht wird!“, setzt Affenzeller klare Vorgaben für den Pflegebereich.Als besonders absurd bezeichnet er die Tatsache, dass um teures Geld Pflegerinnen von weit her importiert werden sollen, in Österreich ausgebildete Pflegekräfte aus anderen Ländern aber wegen fehlender Asylgründe abgeschoben werden und damit verloren gehen.


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