Bürgermeister Alois Pils legt sein Amt zurück: "Das Schönste war immer, wenn ich helfen konnte"
SANDL. Alois Pils legt nach 16, 5 Jahren sein Amt als Bürgermeister am 20. Mai zurück. Mit Tips sprach er über die schönen und auch die schwierigen Momente seiner Laufbahn.

Im September 2003 wurde Alois Pils zum Bürgermeister von Sandl gewählt. „Wir haben uns damals das Amt von der ÖVP zur SPÖ zurückgeholt. Sandl war seit dem Zweiten Weltkrieg fast immer eine rote Gemeinde“, erinnert sich Pils. „Die ersten sechs Jahre als Bürgermeister waren schwierig. Viele Vorschläge wurden im Gemeinderat blockiert und die Debatten waren hitzig“, sagt der 69-Jährige.
Nach den ersten sechs Jahren lief es aber sehr gut. Vor allem mit dem aktuellen Gemeinderat gab es eine sehr gute Zusammenarbeit. „Die Projekte und Vorschläge werden ausreichend besprochen und danach zum Wohle der Gemeindebevölkerung umgesetzt. Ich möchte mich hier auch bei der Bevölkerung für ihr Vertrauen, und bei den Gemeinderatsmitgliedern und Gemeindebediensteten für die gute Zusammenarbeit bedanken. Die schönsten Momente waren die, wenn ich jemanden helfen konnte.“
Viele Projekte umgesetzt
In den 16,5 Jahren seiner Amtszeit konnten viele Bauvorhaben durchgeführt werden. Das Amtshaus wurde an einem neuen Standort neu errichtet. Auf dem Platz des ehemaligen Amtshauses wurde ein schöner Vorplatz für Veranstaltungen gestaltet. „Auch die Friedhofserweiterung war eine große Aufgabe. Wir sind dabei auf viele Felsen gestoßen“, sagt der Bürgermeister. Alle drei Feuerwehren haben neue Fahrzeuge erhalten und beim Feuerwehrhaus Sandl wurde angebaut.
Die Sanierungsarbeiten der Volksschule und der Hauptschule wurden in seiner Amtszeit fertiggestellt. „Allerdings wurden diese Projekte bereits von meinem Vorgänger geplant. Die Sanierungen wurden auf Etappen durchgeführt und dauerten insgesamt zehn Jahre. Es mussten immer wieder Provisorien geplant und danach wieder abgerissen werden. Auch die Widmung von Baugründen war Pils immer ein großes Anliegen. „Wir haben gerade 13 Bauparzellen direkt im Ort geschaffen. Die Nachfrage ist in Sandl Gott sei Dank da. Nur wenn junge Leute im Ort bleiben, kann man die Zukunft für die Gemeinde sichern.“
Busfahrer und Vater
Neben seinem Amt als Bürgermeister hatte Pils einen Vollzeitjob. Mit 18 Jahren wurde er Kraftfahrer, unter anderem für Haberkorn und Schick. Später war er Busfahrer bei der Post und dort 15 Jahre im Personalbeirat. „Ich konnte mir die Arbeit immer gut einteilen. Vormittags war ich am Gemeindeamt und nachmittags als Busfahrer unterwegs. Beides zu schaffen, habe ich meiner Frau und Familie zu verdanken. Ohne diesen Rückhalt wäre das nicht machbar gewesen.“ Pils hat eine Tochter, einen Sohn und vier Enkel.
„Auf die Pension konnte ich mich durch die Corona-Zeit schön langsam einstellen, da ich jetzt viel daheim war. Diese Ausnahmesituation haben wir in Sandl gut gemeistert. Bei den Menschen war viel Zusammenhalt spürbar.“ Die Bürgermeisterneuwahl findet am 20. Mai statt. Vizebürgermeister Gerhard Neunteufel stellt sich der Wahl.


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