Pro-Erdkabel-Bürgerbewegungen bündeln ihre Kräfte in „Fairkabeln“
MÜHLVIERTEL/HIRSCHBACH. Die Interessensgemeinschaft Landschaftsschutz Mühlviertel tritt der österreichweiten Pro-Erdkabel Bürgerbewegung „Fairkabeln“ bei.

Die IG Landschaftsschutz Mühlviertel, die bereits drei Demonstrationen mit jedes Mal mehr als 1.000 Teilnehmern durchgeführt, bisher 12.000 Unterschriften für das Erdkabel im Mühlviertel gesammelt und eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen hat, stellt sich noch breiter auf und tritt der österreichweiten Pro-Erdkabel Bürgerbewegung „Fairkabeln“ bei.
Nationaler Schulterschluss
Die Obfrau der IG Landschaftsschutz Mühlviertel, Veronika Walchshofer aus Hirschbach, erklärt die Motivation: „Die Vergangenheit zeigt, dass einzelne Bürgerinitiativen gegenüber der österreichischen Elektrizitätswirtschaft fast immer den Kürzeren gezogen haben. Die E-Wirtschaft ist es gewohnt, die eigenen Vorhaben durchgesetzt zu bekommen – selbst bei erbittertstem Widerstand in der Bevölkerung. Jene Projekte jedoch, wo der Widerstand auf eine breite Basis gestellt wurde und ein nationaler Schulterschluss erfolgte, konnten abgewendet werden, siehe Hainburg, Zwentendorf oder das geplante Atommüllendlager im nahegelegenen Bayern.“
Genau diesen Schritt macht die IG-Landschaftsschutz Mühlviertel und tritt, gemeinsam mit zwei weiteren oberösterreichischen 110kV-Erdkabel-Initiativen (Inn-viertel und Almtal/Kremstal), der Pro-Erdkabel Bürgerbewegung „Fairkabeln“ bei.
Erfahrungen und Expertisen austauschen
Die Kräfte sollen gebündelt sowie Erfahrungen und Expertisen ausgetauscht werden. „Die IG Landschaftsschutz Mühlviertel ist als selbstständiger, unabhängiger Verein Teil der bundesweiten Pro-Erdkabel-Bürgerbewegung. „Die Bundesregierung wird wohl an uns Fairkablern als bundesweiter Pro-Erdkabel-Bürgerbewegung nicht vorbeikommen“, meint Veronika Walchshofer.
„Man muss nicht unter einer Hochspannungsleitung leben, um sich für ein Erdkabel einzusetzen“, so Walchshofer als Motivation für jeden, sich dem Einsatz für den „Erhalt unserer Kulturlandschaft“ anzuschließen.
„Wo ein politischer Wille, da ein Weg – unter die Erde!“
„Das politische Ziel sollte es doch sein, den technischen Fortschritt bei der Realisierung von Hochspannungstrassen uns Menschen zu Gute kommen zu lassen. Wir können den nächsten Generationen unser Land schöner und gesünder hinterlassen bei gleichzeitig höherer Versorgungssicherheit. Und da führt an der Erdverkabelung kein Weg vorbei. Aber: Wo ein politischer Wille, da ein Weg – unter die Erde!“
Mehr Infos auf www.fairkabeln.at


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