Landwirtschaftskammer: Herausforderungen in der Agrarpolitik
HAGENBERG. Über die Ziele und Herausforderungen der Agrarpolitik sprachen Landwirtschaftskammer-Präsidentin Michaela Langer-Weninger und Kammerdirektor Karl Dietachmair im Agrarbildungszentrum Hagenberg.

Langer-Weninger informierte über das Ziel, Wertschöpfung, Einkommen und Lebensqualität für die oberösterreichischen Bauernfamilien zu sichern und sprach über die aktuellen Herausforderungen in der Landwirtschaft. Eine Umfrage unter Landwirten im Sommer ergab, dass die Themen verpflichtende Herkunftskennzeichnung der Lebensmittel, die Sicherung der Inlandsversorgung, Unterstützung für Klein- und Nebenerwerbsbetriebe, Werbung für österreichische Produkte und Förderung für nachhaltige und klimaeffizente Forstwirtschaft besonders wichtig sind.
Dietachmair berichtete über Entlastungspakete 2020/21, die Investitionsprämie, die Klimaschutz- und Digitalisierungsförderprämie, die Absenkung der Krankenversicherungsbeiträge und EU-Kürzungen bei den Direktzahlungen und Budget-Aufstockung für die ländliche Entwicklung. Kritik gab es für den bis 2050 geplanten Green Deal der EU und der drohenden Verschärfung für die Bio-Landwirtschaft.
„2020 ist coronabedingt ein etwas anderes Jahr. Vielen wurde wieder bewusst, wie wichtig die Landwirtschaft und die damit verbundene Selbstversorgung in Österreich ist“, sagt Bezirksbauernkammer-Obmann Josef Mühlbachler. Im Anschluss an die Vorträge gab es ausreichend Zeit für Diskussionen. Dabei standen vor allem das Image der Landwirte in der Öffentlichkeit und Probleme mit Mountainbikern und Wanderern im Vordergrund.


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