Bürgerumfrage: Ein attraktiver Stadtplatz ist auf der Wunschliste der Pregartner ganz weit oben
PREGARTEN. Ein gutes Zeugnis stellt das Ergebnis der Bürgerbefragung der Stadt Pregarten aus: 800 Frauen und Männer füllten den Fragebogen aus, der Großteil von ihnen lebt gerne in Pregarten. Als Problemfelder entpuppten sich der ausufernde Wohnbau, die mangelnde Attraktivität des Stadtplatzes und die Gastronomie.

Einen ganzen Tag lang brachte Bürgermeister Fritz Robeischl (ÖVP) mit dem Meinungs- und Sozialforscher Ernst Brunmayr damit zu, die retournierten Fragebögen auszuwerten. „Der neue, junge Bürgermeister hat offenbar einen Sympathiebonus, denn es wurden viele offene Fragen ohne Auswahl- oder Ankreuzmöglichkeiten beantwortet“, sagte Brunmayr bei der Online-Präsentation der Ergebnisse. Von den etwa 4400 beim jüngsten Urnengang Wahlberechtigten hatten rund 800 die Möglichkeit genützt, ihre Meinung kundzutun.
Die positiven Seiten
Sehr zufrieden zeigten sich die Pregartner in ihren Antworten mit dem intakten Vereinsleben, mit der Lebensqualität und vor allem mit den Angeboten rund um die Bruckmühle, die auch den Wassererlebnispark und den Bauernmarkt einschließen. 76 Prozent der Befragten leben sehr gern, 19 Prozent eher gern in Pregarten, so das Umfrageresultat. Sorgen macht der Stadtbevölkerung vor allem die starke Wohnbautätigkeit, der Stadtplatz und die schwächelnde Gastronomie.
Wünsche und Anliegen
Am dringendsten wünschen sich viele Menschen die Realisierung eines ärztlichen Primärversorgungszentrums, die Umsetzung der Regiotram, die Ankurbelung der lokalen Wirtschaft und den Bau von Geh- und Radwegen. Vor allem die jüngeren Pregartner fordern bessere Einkaufsmöglichkeiten. „Für uns in der Stadtpolitik sind diese Umfrageergebnisse enorm wertvoll. Einige Wünsche und Forderungen, wie etwa defekte Straßenlampen zu reparieren, sind rasch umsetzbar. Anderes wird länger dauern“, meinte Bürgermeister Fritz Robeischl.
Wohnbau mit Maß und Ziel
In Sachen Wohnbau will er sich für ein kontrolliertes Wachstum „mit Maß und Ziel“ einsetzen, „damit auch die Infrastruktur nachkommt.“ Um den hohen Lebensstandard in Pregarten zu halten, sei es auch nötig, den Zusammenhalt in den Vereinen besonders zu unterstützen. In diesem Zusammenhang dankte Robeischl auch den Mitarbeitern der Stadtgemeinde: „Sie stellen sicher, dass der Alltag funktioniert – vom Stadtamt bis zum Bauhof.“
Stadtplatz: Noch heuer geht's weiter
Besonderes Augenmerk werde in nächster Zeit auf die Stadtplatzgestaltung gelegt. „Planungen dafür gibt es seit 40 Jahren, im Fokus war immer eine Gestaltung, die zum Verweilen einlädt und die neue Geschäfte anlockt“, so das Stadtoberhaupt. Robeischl kündigte an, bereits in den kommenden Wochen die Bevölkerung über Veränderungen auf dem Stadtplatz zu informieren. „Sie sollen noch heuer und 2022 umgesetzt werden.“
Pregarten 2025
Wie Robeisch und ÖVP-Stadtparteiobmann Florian Grugl ankündigten, sollen sämtliche Resultate und Themen aus den Fragebögen in das Strategieprogramm „Pregarten 2025“ eingearbeitet werden


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