Seniorenbund: "Es braucht einen neuen Blick auf Senioren"
BEZIRK FREISTADT. Über Senioren als politische Größe, einen nötigen Paradigmenwechsel beim Blick auf die ältere Generation, Beratungen und Betreuungsmöglichkeiten sprachen Seniorenbund-Landesobmann Josef Pühringer, Landesgeschäftsführer Franz Ebner und Bezirksobmann Erwin Pachner beim Bezirksbesuch.

„Bei den kommenden Landtags-, Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen im Herbst 2021, sind die Senioren, also die Generation 60 Plus, eine politische Größe, wie sie es noch nie gewesen sind“, heißt es vom Seniorenbund OÖ. Ihr Anteil am Gesamtwählerpotential steigt stark an. Im Bezirk Freistadt werden nach derzeitiger Prognose 53.800 Bürger im Herbst wahlberechtigt sein, bei einer Gesamtbevölkerung von 67.700 Personen. Davon gehören 16.800 der Generation 60 Plus an, dies entspricht einem Anteil von 31,2 Prozent der Wähler. „Das sind so viele, wie noch nie in der Geschichte des Landes.“
„Diese Struktur der Wahlberechtigten ist traditionell eine große Chance für die Volkspartei, auch für die sozialdemokratische Partei.“ Diese beiden Parteien haben traditionell einen höheren Wähleranteil bei den älteren Wählern. Dies geht auch aus Nachwahlanalysen des SORA-Instituts nach den letzten Nationalratswahl eindeutig hervor. Die Wahlbeteiligung liegt bei der Generation 60 Plus spürbar höher als bei den jungen Wählergruppen.
„Seniorenbund-Kandidaten in möglichst allen Gemeinden“
„Was die Wählerpotentiale anlangt, gilt natürlich für die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in den oberösterreichischen Gemeinden, dasselbe wie für die Landtagswahlen. Auch in den Gemeinden stellen wir ein Drittel der Wähler“, stellt der Obmann des OÖ Seniorenbundes Josef Pühringer klar. „Daher wollen wir auch in allen Gemeinden als Seniorenbund auf der ÖVP-Liste kandidieren und zwar zumindest mit einem Kandidaten an wählbarer Stelle. Der Seniorenbund verfügt über genügend aktive, engagierte und interessierte Senioren, die für die Funktion eines Gemeinderates oder einer Gemeinderätin bestens geeignet sind.“
„Um die Senioren muss man sich nicht nur sorgen und sie schützen – sie wollen vor allem aktiv mitgestalten und mitbestimmen. Das Bild der Senioren hat sich in den letzten Jahren gewaltig verändert. Es braucht einen Paradigmenwechsel. Bei Senioren reden wir nicht von den entenfütternden Personen im Park, sondern von selbstbestimmten Menschen, die einen enormen Beitrag für die Gesellschaft leisten und mit ihrer Erfahrung in den politischen Gremien Vieles bewegen können“, sagt der Landesobmann.
Betreuungsmöglichkeiten für Pflegebedürftige
Für Bezirksobmann Erwin Pachner ist vor allem die Betreuung der Senioren im Falle einer Pflegebedürftigkeit ein großes Anliegen. „Im Bezirk Freistadt sind wir hinsichtlich der Betreuungsmöglichkeiten aktuell gut ausgestattet. Aufgrund des demografischen Wandels wird es aber zusehends wichtiger, dem Thema um die Betreuung von pflegebedürftigen Personen mehr Bedeutung beizumessen. Der Anteil der Generation 60 Plus und insbesondere der Hochbetagten wird in den nächsten dreißig Jahren enorm steigen, auch bei uns in Freistadt“, stellt Pachner fest.
„Nur wenn wir diese Entwicklung im Auge behalten und neuen Modellen und Konzepten eine Chance geben, können wir eine angemessene Betreuung - im Sinne unserer Seniorinnen und Senioren - langfristig absichern“, sagt der Bezirksobmann.
Beratungsschwerpunkt des OÖ Seniorenbundes im Mai
Um den Sprung in die Pension bestmöglich zu meistern und sich beim Steuerausgleich bares Geld zurückholen zu können, bietet der OÖ Seniorenbund gemeinsam mit dem ÖAAB im Mai eine Beratungsreihe an. „Auch beim Pensionsantritt ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein. Als größte Seniorenorganisation des Landes möchten wir den Menschen beim Übergang in die Pension zur Seite stehen“, weist Landesgeschäftsführer Franz Ebner insbesondere auf die Beratung zum Pensionsantritt hin.
In den vergangenen Wochen und Monaten hat der OÖ Seniorenbund zudem eine Broschüre für den Pensionsantritt erstellt. Neben sachlichen Informationen, die für den Übertritt in die Pension relevant sind, werden darin auch Aspekte wie der Pensionsschock oder das Potenzial der neuen Freizeit angesprochen. Diese Broschüre kann kostenlos bei den Bezirksobleuten oder der Landesgeschäftsstelle des OÖ Seniorenbundes (Tel. 0732/775311; E-Mail: office@ooe-seniorenbund.at) angefordert werden.
„Aber auch beim Steuerausgleich kann man ohnehin nicht genug informiert sein. Jahr für Jahr werden mehrere Millionen Euros an zu viel bezahlten Steuern beim Finanzamt liegen gelassen. Mit der Arbeitnehmerveranlagung können Teile der Steuern zurückgeholt werden. Um alle möglichen Bereiche beim Steuerausgleich geltend machen zu können, bedarf es fachmännischer Beratung. Genau diese Beratung stellt der OÖ Seniorenbundes gemeinsam mit dem ÖAAB bei dem diesjährigen Beratungsschwerpunkt im Mai kostenlos zur Verfügung“, appelliert Ebner.


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