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Online Redaktion, 26.08.2022 12:04

FREISTADT. Bei ihrem Besuch in der Braucommune Freistadt zeigten Klimaschutz-Ministerin Leonore Gewessler und Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder große Interesse an der Idee von klimaneutral gebrautem Bier.

  1 / 2   Braucommune-Chef Ewald Pöschko (l.) mit Ministerin Leonore Gewessler und Landesrat Stefan Kaineder (Foto: Werner Dedl)

Die Braucommune will in den kommenden Jahren ihren CO2-Ausstoß reduzieren, ihre Energieeffizienz steigern und ihre Prozessketten digitalisieren. Das nahmen Klimaschutz-Ministerin Leonore Gewessler und Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder zum Anlass, um sich persönlich ein Bild vom Klima-Engagement der Braucommune in Freistadt zu machen. Geschäftsführer Ewald Pöschko führte  Gewessler und Kaineder vorige Woche durch die Brauerei und das neue Logistikzentrum und erläuterte die Strategien des Unternehmens, um CO2-neutrales Bier brauen zu können.

Erste konkrete Maßnahmen schon gestartet

Erste konkrete Maßnahmen, wie die Umstellung auf Ökostrom, Wärmerückgewinnung aus Kältekompressoren, eine kontinuierliche Verringerung des Gesamtverbrauchs sowie eine Fuhrpark- und Energieoptimierung durch Industrie 4.0 wurden bereits umgesetzt oder gestartet.

Die Braucommune ist bemüht, den Energie-Gesamtverbrauch kontinuierlich zu verringern. Im neuen Logistikzentrum wurde eine Pelletsheizung eingebaut und auch dort setzt man, wie am Standort in der Brauhausstraße, auf alternative Stromerzeugung durch PV-Anlagen. Auch mit der Umstellung auf eine E-Flotte wurde bereits begonnen.

Früher als geplant wird auch die Bierproduktion, die derzeit mit Erdgas betrieben wird, auf Industriepellets umstellen. Ein riesiger Schritt für die Brauerei und die Bemühungen, Österreichs erstes klimaneutrales Bier zu brauen. Schon im 1. Halbjahr 2023 möchte man die neue Pelletsheizanlage in Betrieb nehmen.

Ministerin Gewessler: „Braucommune Freistadt setzt neue Maßstäbe“

„Die Braucommune Freistadt setzt hier im Mühlviertel neue Maßstäbe in Sachen Energieautarkie und Klimaneutralität. Das neue, nachhaltige Logistikzentrum mit der 500 kWp-großen Photovoltaik-Anlage ist ein weiterer wichtiger Schritt am Weg zum klimaneutral gebrauten Bier“, so Klimaschutz-Ministerin Leonore Gewessler nach ihrem Besuch in Freistadt.

Die Braucommune in Freistadt wurde 1770 erstmals urkundlich erwähnt. Die Braucommune erzeugt jährlich rund 150.000 Hektoliter Bier, 20.000 hl alkoholfreie Getränke und 15.000 hl Handelsware. Mit Stand 2021 werden 120 Mitarbeiter beschäftigt. Das Liefergebiet umfasst das Mühlviertel, den Großraum Linz, Wels und Steyr.

Nachhaltiges Logistikzentrum

Nach nur einjähriger Bauzeit wurde Ende April das neue Logistikkzentrum der Freistädter Brauerei eröffnet. Auf einer Fläche von 24.000 m² entstand eine rund 8.000 m² große Halle. Auf den Dächern des neuen Firmengebäudes wurde eine 500 KWp Photovoltaik-Anlage installiert, die klimafreundlichen Solarstrom für die Produktion und E-Mobilität erzeugt.


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