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FREISTADT. 18.300 Unterschriften von besorgten Bürgern, die sich gegen ein grenznahes Atommüllager und gegen den Atomausbau in Tschechien aussprechen, bekam Ministerin Leonore Gewessler bei ihrem Besuch in der Bezirkshauptstadt übergeben. Die Ministerin versprach den weiteren Widerstand Österreichs.

Unterschiftenübergabe in Freistadt (Foto: Werner Dedl)
Unterschiftenübergabe in Freistadt (Foto: Werner Dedl)

Viele Gemeindebürger, vor allem in der Grenzregion zu Tschechien, lehnen ein Endlager und den Atomausbau in Tschechien absolut ab. Auch die tschechischen Gemeinden, die von der Endlagerentscheidung betroffen wären, wehren sich dagegen, da ihr Mitspracherecht dabei massiv eingeschränkt wird und viele einem Endlager vor Ihrer Haustüre nicht zustimmen.

Aufforderung an die Bundesregierung

„Es freut uns wirklich, dass diese Unterschriftenaktion so erfolgreich war und weiter ist. So haben über 18.300 Bürger aus 207 Gemeinden in OÖ und NÖ mit ihrer Unterschrift eine klare Ablehnung der Pläne in Tschechien und damit auch die deutliche Aufforderung an die Umweltministerin und die Bundesregierung deponiert, alles zu unternehmen, um ein grenznahes Endlager und einen Atomausbau zu verhindern“ betont Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee.

Entscheidung bis 2025

Die vier im Spiel verbliebenen Lokalitäten, Janoch beim AKW Temelin (48 km zur österreichischen Grenze), Horka bei Třebíč (45 km) , Hrádek bei Jihlava (40 km) und Březový potok bei Klattau (60 km zur bayerischen Grenze) sollen von der tschechischen Gesellschaft Surao bis zum Jahr 2025 auf zwei Lokalitäten für den Bau eines Endlagers eingeschränkt werden. „Es ist besonders wichtig, dass auch der Waldviertler Energiestammtisch, andere österreichische Organisationen und vor allem viele ober- und niederösterreichische Gemeinden diese Aktion unterstützt haben, denn dadurch gewinnt die Forderung der Bevölkerung an die Bundesregierung doch an Gewicht. Gleichzeitig unterstützen diese Unterschriften aber auch die Haltung der Bundesregierung bei Gesprächen mit Tschechien.“, so Manfred Doppler abschließend!


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