Gemeinde Wartberg investiert kräftig in die Infrastruktur
WARTBERG. Die beliebte Wohngemeinde trägt ihrem Wachstum Rechnung: 2,5 Millionen Euro werden in die Erweiterung der Krabbelstube um fünf Gruppen investiert.

Anfang dieser Woche startete Wartberg mit dem Agenda 21 Zukunftsprozess. „Das ist eines der aktuellen Hauptthemen in Wartberg, mit dem wir uns die nächsten eineinhalb Jahre ausgiebig beschäftigen werden“, sagt Bürgermeister Dietmar Stegfellner. Es gehe darum, gemeinsam und nachhaltig gute Lösungen für wichtige lokale und globale Zukunftsthemen zu finden. „Je größer die Beteiligung an diesem Projekt, desto tragfähiger wird das Ergebnis für ein zukunftsfittes Wartberg sein. Alle dürfen mitdenken, mitdiskutieren und mitgestalten.“ Die Gemeinde ist eine beliebte Wohngemeinde und wächst stetig, daher investiert Wartberg gerne in die nötige Infrastruktur.
Krabbelstube wird erweitert
Nachdem die acht Kindergarten- und vier Krabbelgruppen mit insgesamt rund 170 zu betreuenden Kindern aus allen Nähten platzen, wird die Krabbelstube erweitert. Fünf Gruppen sollen im geplanten Neubau, der neben dem bestehenden Kindergarten im Ortszentrum auf einem Grundstück der Pfarre Platz finden wird, errichtet werden. Die Gemeinde rechnet mit Baukosten von rund 2,5 Millionen Euro; die Vorbereitungen für die Ausschreibung des Architektenwettbewerbs laufen bereits. Es besteht die Überlegung, im Zuge der Krabbelstuben-Erweiterung die Volksschule und den Kindergarten, die derzeit mit Gas beheizt werden, auf Nahwärme umzustellen.
Outdoor-Klasse und umfangreiche Sport- und Freizeitmöglichkeiten
Keine Heizung braucht die Outdoor-Klasse der Volksschule, für die ein ausrangierter Schiffscontainer zu einem Klassenzimmer im Freien umgebaut wurde. In der warmen Jahreszeit findet seither die eine oder andere Schulstunde im Garten statt, was von den Kindern mit Begeisterung angenommen wird. Umfangreiche Sport- und Freizeitmöglichkeiten vor allem für den Nachwuchs zu schaffen, ist der Gemeinde ein großes Anliegen. Der „Zeitenweg“ wurde mit zehn Motorikgeräten ergänzt, außerdem gibt es eine Pumptrack-Anlage, einen Beachvolleyballplatz und einen 500 Quadratmeter großen Street-Workout-Bereich. Allein entlang des neuen Geh- und Radwegs zwischen Wartberg und Gaisbach befinden sich drei neue Spielplätze.
Hausarzt weiter gesucht
Bereits seit mehr als einem halben Jahr müssen die Wartberger nach der Pensionierung von Dr. Schmid Ende März 2022 ohne eigenen Hausarzt auskommen. Auch das Angebot der Gemeinde, für zwei Jahren die Miete für die Arztpraxis zu übernehmen, konnte keinen Mediziner locken. „Das liegt vermutlich an der fehlenden Hausapotheke. Wir werden jetzt zusehen, dass wir einen Wahlarzt für die Stelle begeistern können“, setzt sich der Ortschef weiter für einen Hausarzt für seine Gemeinde ein.


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