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HAGENBERG. Informatiker an der FH Hagenberg rücken in einem Projekt das Wohlbefinden von Schweinen und Kühen in den Blick. „Selbstlernende“ Algorithmen sollen künftig das Verhalten der Tiere richtig einschätzen und frühe Anzeichen erkennen, wenn es einem Tier nicht gut geht.

Marc Drillich (f.) und Stephan Winkler (Foto: Michael Bernkopf/Vetmeduni)
Marc Drillich (f.) und Stephan Winkler (Foto: Michael Bernkopf/Vetmeduni)

Das Gesundheitsmonitoring von Nutztieren zählt zu den größten Herausforderungen für Landwirte. Bereits jetzt liefert die Digitalisierung mit Hilfe von Kameras und Sensoren viele Anhaltspunkte, um das Bewegungs- und Fressverhalten von Kühen und Schweinen zu erfassen. Ein Doktoratsprogramm, an dem sich fünf Dissertanten der FH Hagenberg, der Veterinärmedizinische Universität und Technische Universität Wien beteiligen, knüpft hier mit einem weiterführenden Forschungsprojekt an. Dabei sollen smarte Methoden wie Machine Learning und Bildverarbeitung in ein Farming-Konzept übertragen werden. „Wir wollen das Verhalten der Tiere im Stall mit Kameras beobachten. Anhand der gesammelten Daten, auch jener, die etwa elektronische Ohrmarken speichern, sollen Algorithmen künftig automatisiert einschätzen können, wenn etwa eines der Tiere Symptome einer Krankheit aufweist oder die Geburt eines Kalbes bevorsteht“, sagt Informatiker Stephan Winkler.

Das Forschungsprojekt, das für vier Jahre genehmigt ist, soll zum einen die Lebensqualität der Nutztiere in einem landwirtschaftlichen Betrieb verbessern und andererseits die Landwirte bei ihrer Arbeit entlasten. Die zwei Dissertanten der FH OÖ im wissenschaftlichen Team können im Bereich Computer Vision und Künstliche Intelligenz auf bereits Erforschtes und Entwickeltes aufbauen. „Es gibt aber viele Algorithmen, die adaptiert werden müssen. Außerdem gilt es, zahlreiche neue tiermedizinische Fälle und Modelle zu erproben, um das Verhalten der Tiere überhaupt ablesen zu können“, erklärt Winkler. In weiterer Folge soll die Software automatisiert abschätzen können, welcher Zustand beim einzelnen Tier als nächstes eintreten könnte. Das Computersystem muss zudem in der Lage sein, stets neu hinzuzulernen.


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