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SPÖ-Maifeier: Gut 500 Besucher, beste Stimmung und voller Einsatz am Tag der Arbeit

Mag. Claudia Greindl, 03.05.2023 08:59

FREISTADT. 25 sozialdemokratische Ortsparteigruppen und mehrere der SPÖ nahestehende Organisationen nahmen an der Maifeier der Bezirks-SPÖ in Freistadt teil.

  1 / 5   Großartige Stimmung bei der Maifeier am Stadtplatz Freistadt. Von links: Klaus Pachner (Moderator), Sarah Riegler (Junge Stimme), NRAbg. Sabine Schatz, Bezirksvorsitzender Bgm. Christian Gratzl (Foto: Erwin Pils)

Insgesamt waren rund 500 Personen aus den Ortsparteigruppen und Organisationen, wie Sozialistische Jugend, SPÖ-Frauen, Kinderfreunde, Volkshilfe, Sozialdemokratische Gewerkschafter:innen, Bezirksbauern und Pensionistenverband in die Bezirkshauptstadt gekommen. Schon der Anmarsch von der Schmiedgasse durch das Böhmertor und weiter über die Heiligengeistgasse, Salzgasse und Pfarrgasse zum Stadtplatz, angeführt von der Stadtkapelle Freistadt, war eine große Attraktion. „Voller Einsatz für Oberösterreich – voller Einsatz fürs Mühlviertel“ lautete das Motto der SPÖ-Maifeiern 2023.

Sabine Schatz als Hauptrednerin

Der SPÖ-Bezirksvorsitzende und Freistädter Bürgermeister Christian Gratzl konnte die Perger Nationalratsabgeordnete Sabine Schatz als Hauptrednerin begrüßen, Klaus Pachner aus Pregarten moderierte die Veranstaltung und als mutige junge Stimme hielt diesmal SJ-Vorsitzende Sarah Riegler aus Schönau eine beherzte Rede. Im Zentrum dabei stand der Klimaschutz. „So lange die Regierung nur Politik zu Gunsten der Reichen macht, wird sich auch beim Klimaschutz nicht viel ändern.“, sagte Riegler und forderte mehr Umverteilung und Menschlichkeit. Auch die Themen Arbeitszeitverkürzung, hohe Mietpreise und die erhöhten psychischen Belastungen der Jugend sprach Riegler an.

Gratzl: „Einkommen zum Auskommen“

SPÖ-Bezirkschef Bürgermeister Christian Gratzl freute sich über den vollen Stadtplatz und die gute Atmosphäre in seiner Heimatstadt. Den 1. Mai sieht er als wichtige Tradition und gleichzeitige Basis für die Zukunft der Bewegung. Als Kernforderungen nannte Gratzl den Erhalt und Ausbau der regionalen Infrastruktur, wie Landeskrankenhaus, medizinische Versorgung und Primärversorgungszentren, Pflege- und Altersversorgung, Badeanlagen und öffentlicher Verkehr. „Wir brauchen wieder eine ehrliche Politik für die Menschen und diese brauchen ein Einkommen zum Auskommen. Führen wir Oberösterreich mit Mut, Ehrlichkeit und Optimismus in die Zukunft“, forderte Gratzl.

 Aufruf zur Beteiligung an Mitgliederentscheid

Sabine Schatz startet ihre Rede mit einem großen Dank an alle SPÖ-Funktionäre für ihren Einsatz und die gute Arbeit. Im Hinblick auf den Mitgliederentscheid, betreffend die SPÖ-Führung, rief sie zu Gemeinsamkeit, Geschlossenheit und Besonnenheit auf. Danach forderte Schatz nachhaltige Maßnahmen gegen die Teuerung und nannte dabei andere EU-Länder wie Spanien als Vorbilder. Schatz bedankte sich bei den Vertretern der Volkshilfe für die Forderung nach einer Kindergrundsicherung, die sie voll und ganz unterstütze. Besonders kritisierte die Perger Abgeordnete die große Einkommensschere zwischen Männern und Frauen, bei der gerade der Bezirk Freistadt Schlusslicht in der Statistik ist. In Perg ist es nicht viel besser. „Eine Frau verdient im gleichen Job im Bezirk Freistadt im Jahr um 13.419 Euro weniger als ein Mann (-24,8%) – das ist ein Kleinwagen, um den die Frau hier weniger bezahlt bekommt.“, zeigt Schatz auf und fordert ein rasches Ende dieser enormen Ungerechtigkeit. Schatz verlangte außerdem Verbesserungen in der Pensionspolitik, einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung und erneuerte die Forderung nach einem raschen Bau eines Frauenhauses für das Untere Mühlviertel. „Österreich und Oberösterreich brauchen wieder eine starke Sozialdemokratie und politische Mehrheiten abseits von Schwarz und Blau. 45 Jahre sind genug für die Arbeitnehmer bis zur Pension und 35 Jahre sind genug für die ÖVP auf der Regierungsbank“, schloss Schatz ihre Rede unter großem Applaus.


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