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FREISTADT/OÖ. Das Thema Nachhaltigkeit ist für die Spitäler der Oberösterreichischen Gesundheitsholding (OÖG) schon lange wichtig. Eine Analyse der Energieversorgung zeigt, dass das Unternehmen auf einem guten Weg ist. Anteil daran hat auch die Hackschnitzelheizung des Klinikums Freistadt.

Die Biomasse-Wärme-Anlage des Klinikums Freistadt ist nur ein Beispiel für die vielen Projekte an den Kliniken der Oberösterreichischen Gesundheitsholding, um Energie einzusparen und fossile Brennstoffe durch saubere Energie zu ersetzen (Foto: OÖG)

Das Klinikum Freistadt betreibt bereits seit 1990 eine Biomasse-Wärme-Anlage. Diese besteht aus zwei Kesseln (1.000 kW und 500 kW) und wird mit Waldhackgut aus forstwirtschaftlichen Betrieben der Umgebung bestückt. Der jährliche Verbrauch an Waldhackgut beläuft sich auf 650 bis 750 Tonnen. Der große Kessel stellt die Hauptwärmequelle für den Winter dar und der kleine Kessel wird in der Übergangszeit betrieben. Die gesamte erzeugte Wärmeenergie beträgt circa 2.300 MWh. Diese Anlage versorgt nicht nur das Klinikum und die Gesundheits- und Krankenpflege Schule, sondern auch das Rinderkompetenzzentrum Freistadt.

Saubere Energie auf dem Vormarsch

Alle OÖG-Standorte werden mit Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen versorgt. Darüber hinaus werden laufend PV-Anlagen geprüft, geplant und erreichtet. Im Bereich der Wärme werden die Kliniken in Kirchdorf, Gmunden sowie der Neuromed Campus in Linz bereits jetzt mit Fernwärme aus industrieller Abwärme versorgt. Am Klinikum Rohrbach wird noch heuer auf eine Biomasseheizung umgestellt. „Als Gesundheitseinrichtung sehen wir es als unsere Verpflichtung an, nachhaltig und zum Wohle der Gesellschaft zu handeln – nicht nur, aber vor allem auch in ökologischer Hinsicht. Aus diesem Grund haben wir in den vergangenen Jahren bereits eine Vielzahl an Projekten umgesetzt, um einerseits Energie einzusparen und andererseits fossile Brennstoffe durch saubere Energie zu ersetzen“, so Karl Lehner, Geschäftsführer der Oberösterreichischen Gesundheitsholding.

Kostenlose Fachexpertise

Das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, die Gesundheit Österreich GmbH und das Kompetenzzentrums Klima und Gesundheit haben gemeinsam das Projekt „Beratung klimafreundlicher Gesundheitseinrichtungen“ ins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist es, die Kliniken dabei zu unterstützen, sich zu klimafreundlichen Einrichtungen zu entwickeln, indem sie kostenlose Fachexpertise und konkrete Unterstützung erhalten. Alle Regionalkliniken des OÖG (acht Standorte noch heuer, zwei stehen auf der Warteliste) sowie das Kepler Universitätsklinikum werden am Projekt teilnehmen und durch die Teilnahme und die Umsetzung klimafreundlicher Maßnahmen einen weiteren bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz im Gesundheitssektor leisten.


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