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HAGENBERG. Verena Röttgen (27), Absolventin der Fachhochschule Hagenberg, wurde mit dem Gender Equality Forschungspreis ausgezeichnet.

Gabriela Schönberger (GBW), Elisabeth Greif (Jury), Siegmar Lengauer (GBW, Jury), FH OÖ-Absolventin Verena Röttgen, Dagmar Engl (Obfrau GBW), Andreas Piringer (Planet Verlag, Jury) (Foto: GBW OÖ)
Gabriela Schönberger (GBW), Elisabeth Greif (Jury), Siegmar Lengauer (GBW, Jury), FH OÖ-Absolventin Verena Röttgen, Dagmar Engl (Obfrau GBW), Andreas Piringer (Planet Verlag, Jury) (Foto: GBW OÖ)

Röttgen, die aus Geisenfeld in Deutschland stammt, wurde mit dem heuer erstmals vergebenen Gabi-Moser-Forschungspreis ausgezeichnet, welcher Jungwissenschaftler mit Oberösterreichbezug fördert, die sich in ihrer wissenschaftlichen Arbeit mit dem Thema Gendergerechtigkeit beschäftigen und neue Impulse für den öffentlichen Diskurs dazu setzen. Die Absolventin des FH OÖ-Masterstudiengangs „Kommunikation, Wissen, Medien“ am Campus Hagenberg überzeugt die Jury der Grünen Bildungswerkstatt Oberösterreich (GBW OÖ), die den Preis ins Leben gerufen hat, mit ihrer Masterarbeit zum Thema „Lebensrealitäten und Biases von Frauen in IT-Berufen in Österreich“.

Mädchen für die IT motivieren

„Ich freue mich unglaublich über den Preis zu meiner Arbeit, gerade weil mehr Mädchen und Frauen für die IT zu motivieren auch ein absolutes Herzensthema von mir persönlich ist. Umso schöner ist es, wenn die Anstrengung auch noch auf solch eine Weise gewürdigt wird“, freut sich die junge FH OÖ-Absolventin, die aktuell auch als nebenberuflich Lehrende und Mitarbeiterin am Campus Hagenberg Frauen aktiv bei ihrem Karriereweg in der Informatik unterstützt.

Wie nötig derartige Unterstützung und Motivation ist, hat sich in ihrer prämierten Masterarbeit deutlich gezeigt. Sie ging dabei Vorurteilen auf den Grund, mit welchen sich in der Informatik tätige Frauen konfrontiert sehen und untersuchte, inwiefern diese sich in den Lebensrealitäten der Frauen widerspiegeln. Zudem forschte sie zu den Gründen, die für deren Berufswahl ausschlaggebend waren. Dazu führte Röttgen qualitative Interviews mit Frauen, die aktuell in der IT in Österreich tätig sind – und das auf unterschiedlichen Leveln und in verschiedenen Bereichen.

Viele Stereotype

Die Aussagen der Interview-Partnerinnen zeigten, dass auch heute noch viele Stereotype bezüglich Frauen und Informatik bestehen. „Etwa, dass Frauen in der IT unweiblich seien, Frauen grundsätzlich ungeeignet für die Informatik seien, die Informatik ausschließlich etwas für ‚Nerds‘ wäre und alle Informatiker nur über eine geringe Sozialkompetenz verfügen“, resümiert Röttgen. Zwei Drittel der Befragten hatten eine spezielle Person in ihrem Umfeld, welche sie aktiv auf ihrem Weg in die Informatik unterstützte und sich bemühte, sie für das Themenfeld der IT zu motivieren. Alle Interviewpartnerinnen wiesen ein ähnliche Persönlichkeitsprofil auf, sie hatten ein hohes Selbstbewusstsein ihre Fähigkeiten betreffend und klare Zielvorstellungen für ihre Ausbildung und berufliche Karriere.

Für diese Einblicke in die Lebensrealitäten von Frauen in der IT wurde Verena Röttgen in der Grünen Bildungswerkstatt in Linz offiziell mit dem neuen, in drei Kategorien verliehenen Forschungspreis geehrt, dessen Namensgeberin die verstorbene Grünen-Politikerin Dr. Gabriela Moser ist. Die FH OÖ-Absolventin erhielt den Publikationsförderpreis und darf sich somit über die Veröffentlichung ihrer wissenschaftlichen Arbeit im Planet Verlag freuen.


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