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61 Millionen Euro machen FH Hagenberg zukunftsfit

Mag. Claudia Greindl, 23.04.2026 17:57

HAGENBERG. Eine Großinvestition plant das Land OÖ, um den Status von Hagenberg als digitale Hauptstadt Oberösterreichs abzusichern: 61 Millionen Euro werden investiert, um Räumlichkeiten und Ausstattung der Fachhochschule auf den neuesten Stand zu bringen. Neben einem Neubau ist auch der Ankauf des Meierhofs vorgesehen.

Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner, Isolde Perndl, kaufmännische Geschäftsführerin der FH OÖ, Landeshauptmann Thomas Stelzer und Michael Rabl, Präsident der FH OÖ, stellten die Ausbaupläne für Hagenberg vor. (Foto: Peter Mayr/Land OÖ)

Seit der Aufnahme des Studienbetriebs im Jahr 1994 hat der FH-Campus Hagenberg sowohl bei der Zahl der Studierenden als auch bei jener der Mitarbeiter und Lehrenden stark zugenommen. Aktuell sind es 1.600 Studierende und rund 250 Mitarbeiter in 22 Studiengängen. Dazu laufen mehr als 100 Forschungsprojekte. „Weder die Räumlichkeiten noch die Einrichtungen erfüllen noch die aktuellen Anforderungen, um Hagenberg in seinem Status als Symbol von Bildung, Forschung, Unternehmensgründung und Wertschöpfung weit über Oberösterreich hinaus abzusichern“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).

WunderKInd-Strategie aus Hagenberg

Die solide Haushaltspolitik des Landes ermögliche es, 61 Millionen Euro zu investieren und Hagenberg wieder up to date zu bringen. „Schließlich wurde unsere aktuelle KI-Exzellenzstrategie 'WunderKInd' maßgeblich in Hagenberg erdacht“, so Stelzer.

Neubau des FH1-Gebäudes

Um „Schub in Sachen digitaler Transformation“ zu geben und in Hagenberg weiterhin die dringend benötigten Fachkräfte für die heimische Wirtschaft ausbilden zu können, habe das Land OÖ ein bestehendes Studentenheim und den Hagenberger Meierhof erworben, berichtet Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP). Beide Gebäude grenzen direkt an den Campus an. Das FH1-Gebäude wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. „Durch die Aufwertung des gesamten Areals wird auch die Arbeit in einem der zahlreichen Unternehmen des Softwareparks noch attraktiver“, unterstreicht Achleitner,

„Derzeit fehlen etwa 4.000 Quadratmeter Nutzfläche, 2.000 Quadratmeter haben wir als Provisorium angemietet“, so Isolde Perndl, kaufmännische Geschäftsführerin der FH OÖ. Zugleich mit dem Ersatz des technisch veralteten Gebäudes werden auch die Übergangslösungen aufgegeben. „Insgesamt stehen uns künftig 9.000 Quadratmeter Nutzfläche für Lehre, Forschung und Verwaltung zur Verfügung“, so Perndl.

Exzellenten Namen beibehalten

„Die Zahl der Studierenden wird weiter steigen, ebenso wie die Zahl der Forschungsprojekte, das verlangt nach mehr Platz und innovativen Laborräumlichkeiten“, betont Michael Rabl, Präsident der Fachhochschule OÖ. Der Neubau ermögliche die Qualität, für die sich Hagenberg in der IT-Fachwelt einen exzellenten Namen gemacht hat, auch in Zukunft beizubehalten.  „Der Anteil der internationalen Studierenden liegt bei rund 15 Prozent. Ihre Zahl noch weiter zu erhöhen, ist ein klares strategisches Ziel, welches ebenso mit Platzbedarf verbunden ist.“

Neue Mensa geplant

Das neue FH-Gebäude wird auch Platz für Begegnungsräume und eine neue Mensa bieten. „Unsere aktuelle Mensa ist für 150 Mahlzeiten pro Tag konzipiert, die Nachfrage geht aber Richtung 500. Drei Viertel unserer Mitarbeiter wollen sich gesünder und hochwertiger ernähren“, ist die Geschäftsführerin froh, diesem Anspruch in Zukunft genügen zu können.

BORG-Betrieb nicht beeinträchtigt

Durch den Ankauf des Meierhofs kann der Neubau realisiert werden, ohne den Lehr- und Forschungsbetrieb zu unterbrechen. „Auch teure Containerlösungen als Interimsquartier sind nicht nötig“, erklärt Perndl. Der Betrieb des BORG Hagenberg, das im Meierhof untergebracht ist, läuft wie bisher weiter. 

„Sportlicher“ Zeitplan

Für die Planung des neuen FH1-Gebäudes startet im Herbst ein Architekturwettbewerb. Das Ergebnis soll im Frühjahr 2027 präsentiert werden. Der Zeitplan ist laut Landeshauptmann Stelzer „sportlich“: Der Baustart ist für Herbst 2028 vorgesehen, die Inbetriebnahme des Neubaus im Jahr 2031.

Die Investition von rund 61 Millionen Euro setzt sich zusammen aus den Baukosten für den Ersatz- und Erweiterungsneubau mit rund 9.000 m² Nutzfläche,  den technischen Anlagen und modernen Forschungs- und Lehrinfrastrukturen, der Gestaltung von Frei- und Grünräumen, der Neuordnung der Verkehrs- und Parkplatzsituation sowie den Kosten für Planung, Honorare, Finanzierung und Umsatzsteuer.


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