Reise in die Vergangenheit am Waxenberg
FURTH/PAUDORF. Militärhistoriker Volker Chytil begleitete kürzlich 19 geschichtsinteressierte Wanderer zu den ehemaligen Verteidigungsanlagen aus dem 1. Weltkrieg auf den Waxenberg bei Paudorf.

Die geführte Wanderung war ein Beitrag zum Gedenkjahr „100 Jahre Ende des 1. Weltkrieges“ und wurde gemeinsam vom Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein Furth und der NÖ Militärhistorischen Gesellschaft organisiert. Bei dem am Süd- und Osthang gelegenen Stellungssystem handelt es sich um die Reste des „Stützpunktes Waxenberg“, der ein Teilbereich des“Brückenkopfes Krems“ war. Dieser wurde 1914 von k. u. k. Truppen errichtet und sollte im Kriegsfall die beiden Donaubrücken (Eisenbahnbrücke und Mauterner Brücke) gegen feindliche Angriffe schützen.
Zahlreiche Spuren erkennbar
Da weder die italienischen noch die russischen Truppen bis ins heutige österreichische Kernland vordrangen, wurden die Anlagen bereits 1915/16 rückgebaut. In den Wäldern rund um die beiden Donaubrücken sind jedoch heute noch viele kleinere Bauwerke und Grabensysteme dieser einst für 34.000 Soldaten gebauten Wehranlage erkennbar.


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