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GAFLENZ. Schritt für Schritt ist die Kooperation zwischen Lebenshilfe und der Firma Filzwieser gewachsen. Neben dem wertvollen sozialen Beitrag entstehen auch echte organisatorische Vorteile für den Wirtschaftsbetrieb.

Alois Großauer ist einer der zuverlässigen Mitarbeiter aus der Lebenshilfe-Werkstätte Großraming. Foto: Lebenshilfe OÖ

Im Frühjahr 2015 startete die Kooperation. Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung aus den umliegenden Werkstätten Großraming und Weyer erledigen in Form der Integrativen Beschäftigung Aufgaben wie das Aussortieren automatisch gefertigter Produkte, Fertigung nach fix definierten Arbeitsschritten sowie Verpackungs- und Auffüllarbeiten. „Jetzt, wo die Anfangsschwierigkeiten überwunden und fixe Aufgaben gefunden wurden, ist eine Begleitung nicht mehr notwendig“, erklärt Christian Neumann, Personalleiter bei Filzwieser. Als Unterstützung steht den Klienten der Lebenshilfe Katja Lucic zur Seite, die bereits seit mehr als 20 Jahren für die Firma im Ennstal tätig ist.

Soziale Komponente

Das Industrietechnik-Unternehmen beschäftigt rund 80 Mitarbeiter. „Bei kurzfristigen Personalengpässen werden bei bestimmten Aufgaben bereits Klienten der Lebenshilfe eingesetzt“, sagt Neumann. Er rät Firmen, die sich für eine Zusammenarbeit in Form der Integrativen Beschäftigung interessieren, nicht rein wirtschaftliche Interessen in den Vordergrund zu stellen, sondern vor allem die soziale Komponente mit zu berücksichtigen. „Wenn man nicht die Gewinnmaximierung als primäres Ziel der Zusammenarbeit definiert, entwickeln sich die Vorteile für das Unternehmen ganz von allein.“

Gute Laune steckt an

Laut Produktionsleiter Gerald Jagersberger konnte die Motivation innerhalb des Teams in den letzten Monaten gesteigert werden. „Die Leute aus der Lebenshilfe haben eine Riesenfreude bei der Arbeit. Diese überträgt sich auf alle Mitarbeiter des Unternehmens.“


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