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Online Redaktion, 01.06.2018 17:05

GALLNEUKIRCHEN. Fritz Affenzeller war zwei Jagdperioden Pächter des Genossenschaftlichen Jagdgebietes Gallneukirchen. 

Fritz Affenzeller
Fritz Affenzeller

Der pensionierte Beamte hat seine Jagdleidenschaft 1996 entdeckt. „Früher war das Bild über die Jagd in der Gesellschaft negativer. Heute ist die Jagd aufgeschlossener für die Bevölkerung“, sagt Affenzeller. In den vergangenen 22 Jahren hat er viel erlebt. Vor allem die Ferienaktionen und „Schule und Jagd“ sind dem Jäger sehr positiv in Erinnerung. „Dabei können die Kinder den Wald erkunden. Ich zeige ihnen, welche Wege die Rehe nehmen, erkläre die Fütterung und sie dürfen mit dem Gucker beobachten“, schildert Affenzeller. „Der Hochstand und auch die Vorführung der Jagdhunde interessiert die Kinder sehr.“

Viel zu tun 

Nicht nur in den Wintermonaten zur Fütterungszeit gibt es viel für den Jäger zu tun. „Das Jagdjahr beginnt am 1. April. Da ist gerade die Winterfütterung vorbei und man konzentriert sich auf die bevorstehende Maibockjagd, die am 1. Mai beginnt.“ In Gallneukirchens Jagdgebiet gibt es vor allem Rehe, Hasen, Fasane und als Raubwild auch Marder und seltener Füchse und Dachse. „2016 haben wir gemeinsam mit Engerwitzdorf in Gallneukirchen ein Wildschwein gejagt, das ist für Gallneukirchen eher selten.“

Einsatz bei Unfällen 

Aber auch bei Autounfällen mit Wild wird der Jäger dazugeholt. „Da läutet dann auch mal um 2 Uhr morgens das Telefon und man muss raus.“ Im April/Mai und im Juli/August sind die gefährlichsten Zeiten. „Im Frühling laufen die Jährlingsböcke auf die Straße und im Sommer ist die Rehbrunft.“ Auch die Kitzsuche vor dem Mähen, die Waldbegehung mit Landwirten und Förstern gehören zu seinen Aufgaben. Affenzeller ist auch ein gutes Miteinander mit der Bevölkerung wichtig: „Jeder soll seinen Platz im Wald finden, aber man muss auch Rücksicht aufeinander nehmen.“ 


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