Sozialarbeiter vermitteln: Vermehrter Vandalismus soll verhindert werden
GALLNEUKIRCHEN. Vermehrt ist Vandalismus in der Stadt Gallneukirchen zu bemerken. Sozialarbeiter sollen bei den Jugendlichen Bewusstseinsbildung vornehmen und für gute Zusammenarbeit sorgen.

„Leider ist in Gallneukirchen vermehrt Vandalismus wahrnehmbar“, sagt Bürgermeisterin Gisela Gabauer, „manche Jugendliche wissen oftmals nicht, was sie mit ihrer überschüssigen Energie anfangen sollen. Dies soll und darf jedoch keine Entschuldigung sein.“
Die Stadtgemeinde hat daher mit der Sozialinitiative einen Vertrag abgeschlossen. Die Aufgaben der Sozialarbeiter sind vor allem die Bewusstseinsbildung aller Beteiligten, die Vernetzung mit Interessensgruppen wie Jugendlichen, Polizei, Wirte und Stadtgemeinde, und natürlich die Vermeidung von Vandalismus, Vermüllung und Ruhestörungen an den Konfliktpunkten. Das Angebot der gemeinwesenorientierten Jugendarbeit versucht Anliegen von Gruppen und einzelnen Mitgliedern der Gesellschaft wahrzunehmen und langfristige Lösungen für ein positives Miteinander zu finden. Die Zusammenarbeit und Vernetzung mit vorhandenen Angeboten und Ressourcen ist ein zentrales Element für eine nachhaltige Wirkung des Projektes und führt zu einem verbesserten Verständnis untereinander.
„Durch aktives Zugehen auf die Jugendlichen im öffentlichen Raum, durch Beziehungsarbeit und sozialpädagogische Interventionen werden Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt und bei einer sinnvollen Freizeitgestaltung begleitet“, sagt Projektleiter Sebastian Hauser. Gruppenerlebnisse sollen die soziale Kompetenz der Einzelnen stärken und dabei helfen, persönliche Probleme sowie Probleme des öffentlichen Lebens zu lösen. Eine verbesserte Einbindung von nicht integrierten Jugendlichen österreichischer und nicht österreichischer Herkunft in das Gemeinwesen wird durch die beschriebene Zusammenarbeit gefördert.
Zugehörigkeit als Thema
Durch identitätsstiftende Aktivitäten wird Zugehörigkeit thematisiert und erlebbar gemacht. Unterschiedliche Sozialisationskontexte werden dabei als Ressource anerkannt und es erfolgt eine gezielte Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Wertehaltungen, von Regeln und Grundsätzen im Zusammenleben. Jugendliche und Bürger sind eingeladen, gemeinsam mit den Gemeinwesenarbeitern Vorschläge, Ideen und Wünsche zu erarbeiten. Die dafür notwendigen Kosten belaufen sich für 2016 auf 40.000 Euro. Das Land Oberösterreich sieht dafür eine Kostenbeteiligung in Höhe von 50 Prozent vor.


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