Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

GALLNEUKIRCHEN. „Gewalt ist in unserer Gesellschaft überall präsent und spiegelt sich in unserer Sprache wider“ – eine Gruppe angehender Diplom-Sozialbetreuer der Schule für Sozialbetreuungsberufe des Diakoniewerks in Gallneukirchen hat sich mit diesem Thema beschäftigt und ein Projekt darüber gestaltet. Neun Menschen mit Behinderung (Literatengruppe) haben dafür auch Texte über Gewalt in der Sprache geschrieben. Tips sprach mit den angehenden Sozialbetreuern Silvia Haunschmied und Gabriele Gerdes über das Projekt.

Sophie Schwarz, Daniela Heilmann, Rudolf Puchner, Silvia Haunschmied und Gabriele Gerdes befassten sich mit dem Thema „Gewalt in der Sprache“

Tips: Wie seid ihr auf dieses Thema gekommen?

Haunschmied: Bei der Themensuche haben wir gemerkt, dass sich durch das Handy die Kommunikation geändert hat. Man lässt sich vom Handy unterbrechen, schaut auch im Gespräch darauf und so weiter. Man macht das meist unbewusst, genau wie man unbewusst einen strengen oder sarkastischen Tonfall annimmt, etwas Unüberlegtes sagt oder jemanden ins Wort fällt.

Tips: Was genau bedeutet für die Gruppe „Gewalt in der Sprache“?

Haunschmied: Dabei geht es nicht um Schimpfwörter oder Drohungen, sondern eher um die Art, wie man etwas sagt. Ein grobes „Geh weg“ ist schnell gesagt, man weiß aber oft gar nicht, was das bei dem Angesprochenen auswirken kann.

Gerdes: Gerade in der Arbeit mit Beeinträchtigten hat man auch subtil irgendwie Macht. Durch das Projekt konnten wir erfahren, wie diese den Umgang zwischen ihnen und den Betreuern wahrnehmen.

Die angehenden Sozialarbeiter Haunschmied, Gerdes, Rudolf Puchner, Sophie Schwarz und Daniela Heilmann erklärten der Literatengruppe das Thema und ließen diese dann frei ihre Gedanken aufschreiben.

Gerdes: Die Literaten hat das Thema sehr beschäftigt, sie haben danach noch viel davon geredet und überlegen sogar ein Theaterstück. Sie waren froh, alles einmal sagen zu können und dass ihnen jemand zuhört. Wir sind dabei auch auf einiges aufmerksam geworden. Auch die Herangehensweise war interessant. Die Literaten haben zuerst ein Bild zu dem Thema gestaltet und dann den Text geschrieben.

Tips: Was waren die Ergebnisse des Projektes?

Haunschmied: Man passt selbst wieder besser auf, wie man etwas formuliert und in welchem Tonfall man etwas sagt. Wir wollen mit dem Projekt einfach darauf aufmerksam machen, dass Worte auch viel anrichten können und bewusster gewählt werden sollten.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Klangreise für Kinder und Erwachsene in Oberneukirchen

Klangreise für Kinder und Erwachsene in Oberneukirchen

OBERNEUKIRCHEN. Entspannen, lauschen und gemeinsam besondere Momente erleben heißt es am 5. und 12. November bei der Klangreise im Eltern-Kind-Zentrum ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Erster Pilatesbrunch im Gemeindesaal Oberneukirchen

Erster Pilatesbrunch im Gemeindesaal Oberneukirchen

OBERNEUKIRCHEN. Eine Stunde Pilates und anschließend ein gemeinsamer Brunch. Pilates Homebase und die Bäckerei manuell veranstalten am Sonntag, ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Vortrag und Workshop über Faszien in Oberneukirchen

Vortrag und Workshop über Faszien in Oberneukirchen

OBERNEUKIRCHEN. Unter dem Titel „Wunderwerk Faszien“ findet am Freitag, 6. November, von 18 bis 20 Uhr ein Vortrag mit Praxisworkshop im ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Kirchschlag lädt zum Aktionstag für psychische Gesundheit

Kirchschlag lädt zum Aktionstag für psychische Gesundheit

KIRCHSCHLAG. Vorträge, gemeinsames Singen, stille Bewegung und Raum für Gespräche: Die Gesunde Gemeinde Kirchschlag bietet am Samstag, 10. ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Volksschullehrerin Andrea Pagitsch feiert mit Rasti macht sich stark ihr Buch-Debüt

Volksschullehrerin Andrea Pagitsch feiert mit "Rasti macht sich stark" ihr Buch-Debüt

VORDERWEISSENBACH/ALTENFELDEN. Mit ihrem ersten Buch „Rasti macht sich stark“ hat sich Volksschullehrerin Andrea Pagitsch aus Vorderweißenbach ...

Tips - total regionalPetra Hanner
Ottensheimer Rotkreuz-Markt gibt Lebensmittel günstig weiter

Ottensheimer Rotkreuz-Markt gibt Lebensmittel günstig weiter

OTTENSHEIM. Rund 740 Tonnen Lebensmittel bewahren die 23 Rotkreuz-Märkte im Land jährlich vor der Entsorgung. Menschen mit geringem Einkommen ...

Tips - total regionalMag. Jacky Stitz
Weitere Beiträge