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GALLNEUKIRCHEN. Ein verheerendes Erdbeben verwüstete 2015 große Teile Nepals. Der Lionsclub Gallneukirchen unterstützt ein Bergdorf in Monjo beim Wiederaufbau der Schule. Im November ist es nun so weit – die Schule für zirka 60 Kinder wird offiziell eröffnet.

  1 / 18   Der Lions Club Gallneukirchen hat den Wiederaufbau der Schule im nepalesischen Bergdorf Monjo unterstützt. Fotos: Markus Raich

Die Schule im Everestgebiet Monjo wurde durch das Erdbeben komplett zerstört, die Schüler mussten danach im Freien unterrichtet werden. Drei Mitglieder des Lionsclubs reisten nach Nepal, besuchten die Bewohner des Bergdorfes und machten sich vor Ort einen Eindruck. Anschließend hat der Lionsclub Gallneukirchen Spenden gesammelt, um den Wiederaufbau der Schule zu unterstützen. Markus Raich, Bergretter aus Bad Aussee, flog immer wieder für ein paar Wochen nach Nepal, um die Spenden selbst zu überbringen und das Fortschreiten des Baus zu überwachen.

Eine Woche zu Fuß mit Baumaterial unterwegs

Die Bauarbeiten in dem auf 2850 Meter gelegenen Dorf gestalteten sich schwierig. Das Bergdorf liegt einen Sechs-Tagesmarsch von der nächsten Autostraße entfernt. 600 Zementsäcke, 600 Kilo Stahlträger für die Dachkonstruktion, Stahlstäbe, 3800 Kilogramm Aluminium für das Wellblech-Dach, 1000 Holzplatten, Seile, Fensterrahmen, Türrahmen, Glasscheiben und vieles mehr mussten für den Bau herangeschaffen werden. Das Material wurde in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu zusammengetragen, mit einem Lastwagen ausgefahren, mit kleinen Traktoranhängern auf einer fast unbefahrbaren Schotterstraße nach Takchendu gebracht. Die leichten und tragbaren Teile wurden dann von Trägern bei einwöchigen Fußmärschen nach Monjo getragen. Das schwere Baumaterial wurde mit dem Hubschrauber bis zur Baustelle gebracht. Bewohner aus dem Ort haben bei dem Bau mitgeholfen, kleine Steinchen als Baumaterial wurden händisch von großen Feldern geklopft.

Herzliche Menschen

Die Schule ist die einzige in der Region. Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren legen oft weite Strecken von bis zu drei Stunden Fußweg pro Tag zurück, um die Schule besuchen zu können. „Bildung ist für die Zukunft der Bewohner sehr wichtig. Deshalb wollen wir den Kindern den Schulbesuch ermöglichen“, sagt Dietmar Bibl vom Lionsclub. Als Folgeprojekt soll ein Englisch-Lehrer für die Schule finanziert werden. „Man darf sich die Schule auch nicht wie bei uns vorstellen. Alles ist viel einfacher gebaut und ausgestattet“, sagt Richard Wiesmayr.

Bei Eröffnung vor Ort

Gemeinsam werden die drei Lions-Mitglieder Bibl, Wiesmayr und Leopold Aumayr auf eigene Kosten zur Eröffnung der Schule fliegen. „Wir sind schon sehr gespannt. Markus Raich hat uns mit Bildern und Infos immer über den aktuellen Stand der Dinge am Laufenden gehalten. Jetzt freuen wir uns, das fertige Ergebnis zu sehen“, sagt Wiesmayr. „Bereits beim letzten Besuch sind wir sehr herzlich empfangen worden. Die Bewohner sind sehr freundlich und trotz dem Wenigen, das sie haben, sehr zufrieden.“ Der Lionsclub Gallneukirchen unterstützt mit Spenden vorrangig Menschen in der Region, das Projekt in Nepal war das erste internationale Projekt. Spendenkonto: Sparkasse Gallneukirchen, AT74 2032 0321 0036 2890, Kennwort Nepalhilfe.


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