Mit dem begehbaren Nordturm bald um ein touristisches Kleinod reicher
GARS AM KAMP. Demnächst wird die Burg Gars um eine Attraktion reicher sein: Kürzlich fiel der Startschuss für die seit Langem geplanten Arbeiten am Bergfried – der Nordturm wird begehbar gemacht.

Auf der Babenburger Burg Gars ragt im nordwestlichen Eckbereich ein achteckiger Turm 21,5 Meter in den Himmel.
Im Rahmen der Erschließung erhält das imposante Gebilde aus Natursteinen eine Holzstiege, die durch mehrere Ebenen in die Höhe führt und dort in einer modernen Aussichtsplattform endet.
„Der Blick von dort oben wird sensationell sein“, verspricht der für die Burg zuständige Geschäftsführende Gemeinderat Gerald Steindl (SPÖ).
Regional bleiben
VP-Bürgermeister Martin Falk erhofft sich von der aufwändigen Renovierung einen deutlichen Gästeschub: „Wir sind jetzt um eine Attraktion für Ausflugsgäste reicher. Das wird auch die Gastronomie in der Gemeinde spüren.“
Der Auftrag für die Holzarbeiten ging an die Garser Firma Unfried, das verwendete Material stammt zu einem Gutteil aus den Fichtenwäldern der Gemeinde.
Die Abstimmung mit den Denkmalamt war aufwändig, weil die Arbeiten nahezu ausschließlich auf historischem Boden und an hunderte Jahre alten Gemäuern stattfinden. So führt etwa das Fundament für die Stiegen in die Durchfahrt durch den Bergfried, der aus dem Jahr 1700 stammt. Der Nordturm selbst wird mit 1090 datiert. Die Gesamtkosten für den Umbau belaufen sich auf rund 150.000 Euro.
Baustellenparty
Wer sich einen persönlichen Eindruck von dem ungewöhnlichen Bauprojekt machen will, kommt am Mittwoch, 27. April zur „Baustellenparty“ auf die Burg Gars: Ab 15 Uhr stehen dort Führungen durch die Burganlage und den Nordturm, begleitet von Minnesängern, auf dem Programm.


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