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GFÖHL. Die Stadt Gföhl setzt bei der Wartung ihrer Kanalstränge auf die so genannte grabenlose Sanierung: Dank moderner Technologien muss die Straße dafür nicht mehr aufgerissen werden.

  1 / 2   Beim Lokalaugenschein am Großkühbergweg: Planer Philipp Hirsch (Technisches Büro Ing. Wilhelm Seidl GmbH, Krems), Bürgermeisterin Ludmilla Etzenberger, Niederlassungsleiter Robert Hochetlinger sowie die Mitarbeiter Herbert und Martin Spreitzhofer von der Swietelsky-Faber Kanalsanierung GmbH (v. l.).

In Gföhl laufen derzeit umfangreiche Kanalbauarbeiten, doch auf den ersten Blick ist davon nicht viel zu erkennen. Der Grund dafür ist, dass hier eine neue Technologie zum Einsatz kommt. Gearbeitet wird unterirdisch, die Bauarbeiter verschaffen sich über die Kanaldeckel Zugang zu den Rohren. Diese Technik kommt am Großkühberg, in der Garser Straße sowie in den Seitensträngen zum Einsatz. Den Anrainern bleiben so Lärm, Dreck und Umleitungen erspart.

Die Technik

Mit den Arbeiten beauftragt wurde die Firma Swietelsky-Faber aus Leonding, die als eine von bundesweit etwa acht bis zehn Betrieben eine grabenlose Sanierung anbietet. Niederlassungsleiter Robert Hochetlinger erklärt, wie diese Technik funktioniert: Über den Kanaldeckel wird ein mit Harz getränkter Schlauch in das Kanalrohr eingelassen und mit Druckluft aufgeblasen. Der Schlauch schmiegt sich an das bestehende Rohr an und wird dann mittels einer UV-Lampe ausgehärtet. Mithilfe von Kameras wird kontrolliert, ob das Teilstück wirklich dicht ist. Hochetlinger zufolge ist der gehärtete Schlauch so stabil, dass er auch ohne das Rohr im Hintergrund tragfähig wäre.

Straßensperren vermeiden

Die grabenlose Sanierung kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn die Oberfläche einer Straße in Ordnung ist, also nicht gleich mitsaniert werden soll. Bürgermeisterin Ludmilla Etzenberger (ÖVP) sieht vor allem bei der Garser Straße – eine der Hauptdurchfahrtsstraßen – enorme Vorteile: „Die ganze Straße hätte sonst aufgerissen werden müssen“.


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