Jüdische Schicksale, Mahresdorf und eine illegale Gauführerin im Fokus
BEZIRK. Die erste Ausgabe der Zeitschrift „Das Waldviertel“ im Jahr 2019 verfolgt einen zeitgeschichtlichen Ansatz und zeigt, dass auch noch fast 75 Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Ära viele Aspekte noch im Verborgenen blieben.

Martin Prinz geht in seinem Beitrag auf eine biographische Spurensuche in Weitra. Belegt durch ein intensives Quellenstudium rekonstruierte er die Aktivitäten von Helene Anna Lisa Naber(-Binder), die sich als illegale Untergauführerin betätigte und die Korbflechterei nach Weitra brachte.
Jüdische Familien im Waldviertel und ihr Schicksal
Friedrich Polleroß gibt in seinem Beitrag über die jüdischen Familien im Waldviertel und ihr Schicksal einen Rück- und Ausblick über die bisherigen Aktivitäten. Im Ersten österreichischen Museum für Alltagsgeschichte in Neupölla wurde 2018 eine Sonderausstellung zum Thema eröffnet. Als Begleitpublikation erschien ein 700 -seitiges Buch, das im jüdischen Museum Wien, in Gmünd, Ludweis, Heidenreichstein, Eggenburg und Langenlois präsentiert wurde.
850 Jahre Mahrersdorf
Aus Anlass der 850. Wiederkehr der ersten urkundlichen Erwähnung von Mahrersdorf – heute eine der Katastralgemeinden von Altenburg – widmet sich Renate Seebauer der Geschichte dieser Ortschaft. Sie zeigt, dass die kleine Ortschaft urkundlich gut belegt ist, was wohl mit der Nähe zu Altenburg zu begründen ist. Seebauer skizziert auch die 100 Jahre andauernden Bemühungen um eine Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz, die bis dato nicht verwirklicht werden konnte. Die nächste Bushaltestelle befindet sich in etwa zwei Kilometer Entfernung.
Waldviertler Kulturberichte, Buchbesprechungen und Mitteilungen des Waldviertler Heimatbundes ergänzen das 120 Seitestarke Heft (1/2019).
Weiterführende Informationen und Kontakt unter www.daswaldviertel.at


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