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GMÜND. Vier Jahre Filmdreh mit Drohnen zu den schönsten Jahreszeiten: Ernst Wandaller und Klaus Dacho präsentieren ihren neuen Film „Streifenfluren von oben“ und Auszüge aus „Biodiversität im Streifenland“.

Streifenflure prägen das landwirtschaftliche Bild des Waldviertels. Fotos: Dacho
  1 / 2   Streifenflure prägen das landwirtschaftliche Bild des Waldviertels. Fotos: Dacho

Die außergewöhnliche Landschaft des Waldviertels besticht durch seine reiche Ausstattung mit vielfältigen Landschaftselementen. Eine europäische Besonderheit der Flurgestaltung ist das zauberhafte Streifen- und Terrassenland. Das mühevolle Roden und Anlegen der Streifen war einst eine Meisterleistung bäuerlicher Landschaftsgestaltung unter primitivsten Voraussetzungen.Viele Jahrzehnte der Isolation am Eisernen Vorhang haben hier ein doppeltes Erbe bewahrt: Das kulturhistorische Erbe der Streifenfluren, das man durchaus mit dem Weltkulturerbe asiatischer Reisterrassen vergleichen kann, sowie das außergewöhnliche Naturerbe der Kulturlandschaft, das durch seine Naturnähe eine zusätzliche Wertsteigerung schafft.

Um die Erosion des fruchtbaren Bodens an den Hängen zu verhindern, legte man Terrassen mit ebenen Ackerflächen und steilen Rainen an. Die Gesamtheit dieser Raine ist aufgrund ihrer gewaltigen Fläche ein gut vernetztes Biotopsystem mit hoher Naturnähe – ein Topspot der Biodiversität. Dadurch bietet die Stufenrainlandschaft eine beachtens- und schützenswerte Artenvielfalt.

Unbeachtetes Waldviertel –Streifenfluren von oben

Der hohe Wert dieser europäischen Einmaligkeit ist im Heimatgefühl der Waldviertler noch wenig verankert. Besonders eindrucksvoll kann man diese zauberhafte Landschaft aus der Vogelperspektive erleben. Hier erkennt man, welch unbeachteter Schatz zu hüten wäre.

Filmpräsentation am 22. November 2019 im Kulturhaus Gmünd

Nähere Infos unter: www.wandaller-dacho.com


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