Kriminalstatistik: Gmünd hat höchste Aufklärungsrate in NÖ
GMÜND. Das Bundesministerium für Inneres veröffentlichte nun die aktuelle Kriminalstatistik für das Kalenderjahr 2014. Gleichzeitig wurden auch die Daten für die einzelnen Bezirke freigegeben.

„Die Zahl der angezeigten gerichtlich strafbaren Handlungen stieg von 2013 auf 2014 um 12,8 Prozent – genau gesagt um 158 Fälle. Diese Zahl ist aber eigentlich irritierend, da fast alle maßgeblichen Delikte im Jahr 2014 zahlenmäßig rückläufig waren. Das Geheimnis liegt in der Zählweise der Kriminalstatistik. Das beste Beispiel dafür ist die Anzeige gegen jene Postbedienstete, die im vergangenen Jahr eine Vielzahl von Briefen unterschlagen hatte. Durch die Tatsache, dass jeder Brief einen anderen Empfänger hatte – ist jeder Empfänger Opfer einer Straftat – und statistisch gesehen jeder Brief als gesondertes Delikt zu führen. Durch diese Zählweise kommt es zu Steigerungen, die sich nur bei Betrachtung der Gesamtstatistik genau klären lassen,“ erklärt Bezirkspolizeikommandant Wilfried Brocks. Sehr gute Aufklärungsquote im Bezirk „Die gute Nachricht ist, dass die Polizei des Bezirkes Gmünd wieder mit Abstand die höchste Klärungsrate im gesamten Bundesland Niederösterreich hat,“ freut sich Brocks. Mit 66,9 Prozent konnte das schon sehr gute Ergebnis des Vorjahres nochmal um 8,4 Prozent gesteigert werden. „Wenn man das (im internationalen Vergleich) gute Ergebnis von ca. 43 Prozent im Bundesland Niederösterreich dem gegenüberstellt, erweist sich einmal mehr, dass wir im Bezirk Gmünd in einem sehr sicheren Umfeld leben.“ so Brocks weiter. Rückläufige Anfallszahlen gab es für folgende Delikte: Raubdelikte – (2013: 3, 2014: 1)Einbruchsdiebstähle in Firmen, Baustellen, Industrie- und Gastronomiebetriebe - (2013: 52, 2014: 44)Einbruchsdiebstähle in Wohnhäuser, Wohnungen, Keller und Kraftfahrzeuge - (2013: 31, 2014: 21)Diebstähle von Fahrzeugen (LKW, PKW, Krafträder, etc.) – (2013: 22, 2014: 11)Diebstahl von Fahrrädern - (2013: 40, 2014: 17)Diebstähle von Buntmetall – (2013: 10, 2014: 2)Diebstahl von Treibstoff – (2013: 28, 2014: 12)Sachbeschädigungen – (2013: 111, 2014: 106) Steigende Anfallszahlen gab es für folgende Delikte: Betrugshandlungen im Internet (“Cyber Crime“) – (2013: 42, 2014: 55)Bestellbetrug (Warenbestellungen die im Anschluss nicht bezahlt werden) – (2013: 10, 2014: 17)Einmietebetrug – (2013: 7, 2014: 2)Ladendiebstahl / Taschendiebstahl (2013: 44, 2014: 49) Auf Prozentzahlen wurde bewusst verzichtet, da einige Anfallszahlen zu gering und somit nicht aussagekräftig sind (Anm.).


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