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BEZIRK GMÜND. Die Kleinregion Waldviertler StadtLand hat sich für die nächsten beiden Jahre ganz dem Thema des Haltbarmachens von Lebensmitteln verschrieben. Nach sorgfältiger Vorbereitung und Einreichung beim Leader Förderprogramm freuen sich nun alle beteiligten neun Gemeinden auf den Start des Pilotprojekts „Waldviertel eingekocht“. Schwerpunkt wird das gemeinsame Nutzen der Naturschätze aus der Region sein.

Wollen die Schätze der Natur gemeinsam nutzen: (v.l.) 1. Reihe: E. und J. Prinz; 2. Reihe: H. Rosenmayer, C. Dogl, V. Prinz, G. Schindl; 3. Reihe: M. Pollack, R. Schäfer, E. Spitaler mit Enkelin T. Eßmeister, W. Spitaler, M. Zeilinger, T. Samhaber, H. Frank, B. Temper-Samhaber, R. Kitzler und A. Strondl Foto: ILD/ Kleinregion Waldviertler StadtLand

In den letzten Jahrzehnten wurden die im privaten Haushalt hergestellten Lebensmittelprodukte immer mehr von industriell produzierten Waren ersetzt. Säfte, Marmeladen und Gewürze werden heutzutage auch in ländlichen Regionen fast ausschließlich in den Supermärkten der großen Handelskonzerne gekauft.

Es zeigt sich aber bereits ein deutlicher Gegentrend. Regionale Produkte liegen wieder im Trend und das Interesse, Lebensmittel wieder selbst herzustellen, wird immer größer.

Die Aktivitäten der neuen Kampagne reichen von Marmeladeeinkochen, Gemüse einlegen und Kräuter trocknen bis hin zu Saftpressen. Das Wissen der älteren Generation und das Interesse der jüngeren sollen dabei wieder zusammenkommen. „Wir hoffen, dass wir sehr viele Menschen gewinnen, die sich am Projekt beteiligen und ihr Wissen zur Verfügung stellen. Wir wünschen uns, dass die Bevölkerung dieses innovative Projekt annimmt“, meint Christian Dogl, Obmann der Kleinregion Waldviertler StadtLand.

Generationsübergreifender Austausch

Mit über 50 ländlich geprägten Ortschaften besitzt die Kleinregion Waldviertler StadtLand hervorragende Voraussetzungen, um ein Pilotprojekt dieser Art umzusetzen, bei dem der Bevölkerung die Gelegenheit gegeben wird, wieder verstärkt regionale Lebensmittel für den Eigenbedarf zu erzeugen. Ziel des Projekts ist weiters, Menschen der Region im Rahmen gemeinsamer Aktivitäten zusammenzubringen. Dabei können ältere Menschen ihre lebenslange Erfahrung und über Generationen gereiftes Wissen einbringen und an jüngere Menschen weitergeben. Das Projekt bietet aber auch jungen Menschen aus der Region ein Experimentierfeld an, - wie die Internetforen und Blogs zeigen, ist das kreative Veredeln von Lebensmitteln auch bei der Jugend voll „in“.

Aus der Region, für die Region

Das Angebot ist auf die lokale Bevölkerung ausgerichtet und schafft eine sozial nachhaltige, sinnvolle, attraktive, regionale Freizeitbeschäftigung, in der regionales Lernen aktiv stattfindet. Für die Umsetzung konnten mit ILD Temper Samhaber als Projektmanager, Sonja Eder für Foto und Video, Anna Helmreich als Grafikerin und die eben mit dem „goldenen Hahn“ ausgezeichnete Agentur blond.communication ein Team gefunden werden, das mit Kleinregionsmanagerin Viktoria Prinz für eine professionelle und erfolgreiche Umsetzung des Projektes sorgen wird.

Weiterführende Infos: www.waldviertlergrenzland.at


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