Mit den ÖBB sicher durch den Winter in Niederösterreich

Hits: 22
Olivia Lentschig Olivia Lentschig, Tips Redaktion, 17.11.2019 08:00 Uhr

WALDVIERTEL. Alle Vorkehrungen sind getroffen – der Winterdienst für die 350 Bahnstationen und 1.500 Streckenkilometer in Niederösterreich steht bereit: Bei frostigem Wetter sorgen in Niederösterreich hunderte Mitarbeiter für die Befahrbarkeit des Streckennetzes.

Wenn die Temperaturen sinken und sich die ersten Schneefälle ankündigen, sind die ÖBB für die kalte Jahreszeit gerüstet und fit für den Winter: Die technische Winterausrüstung ist aktiviert und die Vorbereitungen für Eis, Frost und Schnee sind getroffen. Dafür investieren die ÖBB jährlich rund 40 Millionen Euro in den Winterdienst. Bei Schneefall arbeiten bis zu 5.000 Mitarbeiter im Schichtbetrieb vor allem im Gleis- und Weichenbereich sowie an den Bahnsteigen, damit die Fahrgäste mit der Bahn zuverlässig und sicher ins Büro oder nach Hause kommen. Der ÖBB-Winterdienst arbeitet bundesländerübergreifend, damit die Teams dort eingesetzt werden, wo sie benötigt werden. Im Anlassfall sind die Teams gemeinsam mit Winterdienstfirmen bereits in den frühen Morgenstunden im Einsatz und befreien die Bahnhöfe und Haltestellen im ganzen Bundesland von Schnee und Eis. Österreichweit sind es insgesamt 1.000 Bahnhöfe und Haltestellen – das entspricht einer Fläche von rund 3 Millionen Quadratmetern.

Schneeräumgeräte sind einsatzbereit

Die entsprechenden Vorbereitungen werden schon lange vor Beginn der Wintersaison getroffen. Überprüft wird beispielsweise die Einsatzbereitschaft von Schneeräumgeräten und über 10.000 Weichenheizungen. Auch 6.420 Brücken und 197 km Lawinen- und Steinschlagschutz wurden auf ihre Wintertauglichkeit kontrolliert. Die Techniker und Lehnenmeister sorgen dafür, dass sich die Anlagen in einwandfreiem Zustand befinden.

Winterdienst ist oft Handarbeit

Hat der Winter Einzug gehalten, sind weitere Berufsgruppen besonders gefordert. Dazu zählen beispielsweise die Streckenmitarbeiter, die Weichen von Schnee und Eis befreien oder Fahrdienstleiter, die bei Streckenunterbrechungen aufgrund von Schnee entsprechende Ersatzmaßnahmen setzen, um den Zugbetrieb bestmöglich aufrecht zu erhalten. Das Streckennetz, knapp 5.000 km in Österreich – ca. 1.500 davon in Niederösterreich – wird kontinuierlich mit Schneepflügen, Schneefräsen und Schneebürsten vom Schnee befreit. Trotzdem ist der Winterdienst oft noch Handarbeit: Denn Tätigkeiten wie Schneeräumung von Weichen, Enteisen von Brücken und Tunnel, Abschaufeln von Bahnsteigdächern oder Säuberung der Spurrillen bei Eisenbahnkreuzungen erfolgen manuell.

Weichenheizung lässt Schnee und Eis schmelzen

Österreichweit werden über zwei Drittel der rund 15.000 Weichen elektrisch beheizt. Wenn abzusehen ist, dass Schnee und Eis wichtige Weichenverbindungen lahmlegen, werden die Weichenheizungen automatisch aktiv und bringen den Schnee im Weichenbereich zum Schmelzen. Bei extrem widrigen Witterungsverhältnissen haben Fahrdienstleiter zusätzlich die Möglichkeit, die sogenannte „Flugschneetaste“ zu aktivieren und für eine festgelegte Zeit ein „Dauerheizen“ zu veranlassen, wodurch die Weichen frei von Schnee und Eis bleiben.

 

Artikel weiterempfehlen:

Kommentar verfassen



Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Niederösterreich: Klare Rahmenbedingungen für Bauern gefordert

NIEDERÖSTERREICH. Bei der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Niederösterreich standen die Verhandlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und der derzeitige Vorschlag zum Mehrjährigen ...

Neuer Kommunal-Manager aus dem Bezirk Gmünd

WALDENSTEIN. Die Themen Energie, Klima- und Naturschutz zählen zu den großen Handlungsfeldern für niederösterreichs Gemeinden. Im Kommunalen Energie- und Umweltmanager-Lehrgang der ...

Trachtenkapelle Brand saniert Musikheim

BRAND. Die Trachtenkapelle Brand, welche 2019 ihr 140 jähriges Bestandsjubiläum feiert, hat begonnen das Musikheim, welches sich in Vereinsbesitz befindet, nach 30 Jahren zu sanieren bzw. ...

Glasfasernetzausbau in Litschau

LITSCHAU. A1 hat sich im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung des Bundes durchgesetzt und erweitert nun bis Ende 2020 das Glasfasernetz im südlichen Gemeindegebiet Litschau.

Alte Wege – Neue Chancen

WEITRA. Zwei hochspannende Vorträge über einen alten Handelsweg, der das Waldviertel mit Südböhmen über 800 Jahre verbunden hat, schlossen das Projekt „Weg der Begegnung“ mit ...

Schmerzmedizin: Im Moorheilbad Harbach wurden Fälle aus der Praxis beleuchtet

MOORBAD HARBACH. Das Moorheilbad Harbach veranstaltete am 30. November 2019 ein interaktives Seminar zum Thema „Praktische Schmerzmedizin – Lernen am Fallbeispiel“. Die Fortbildung fand ...

Vorschau Schrammel.Klang.Festival 2020 + Weihnachtsaktion

LITSCHAU. Das 14. Schrammel.Klang.Festival in Litschau am Herrensee widmet sich den musikalischen „Gegensätzen“. Das Spektrum ist weit gefasst: vom Einmannorchester Albin Paulus bis zur Bigband ...

Volkspartei Bad Großpertholz stellt bei Gemeindeparteitag Weichen für die Zukunft

BAD GROSSPERTHOLZ. Im Gasthaus Bauer wurde der ordentliche Gemeindeparteitag mit Neuwahlen des Gemeindeparteivorstandes der Volkspartei Bad Großpertholz durchgeführt. „Seit dem Rücktritt ...