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BEZIRK GMÜND. Bei der „Langen Nacht der Kirchen“ am 9. Juni 2017 kann sich Kirche in ihrem vielfältigen Leben zeigen – nicht bloß auf das „Museale“ beschränkt und nicht nur retrospektiv. Das betonte Prälat Maximilian Fürnsinn, Propst des Stiftes Herzogenburg, bei der Pressekonferenz zur 10. „Langen Nacht der Kirchen“ im Gebiet der Diözese St. Pölten im Diözesanmuseum. In Brand, Eisgarn und Heidenreichstein gibt es ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm.

Programmvorstellung im Diözesanmuseum (v.l.): Manuela Rechberger (Diözesanmuseum), Propst Maximilian Fürnsinn (Stift Herzogenburg), LH-Stv. Stephan Pernkopf, Direktionsrat Peter Lafite (Sparkasse NÖ Mitte West AG) und Diözesankoordinator Michael Scholz

Als „regionale Nahversorger für Geist und Seele“ bezeichnete Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) die Kirchen: „Es ist gut, dass sich die Kirchen am 9. Juni gerade auch jenen Menschen öffnen, die ihnen fernstehen.“

Im Jahr 2008 regte Dompfarrer Norbert Burmettler an, die in Wien bereits erfolgreiche ökumenische Veranstaltung auch in der ganzen Diözese St. Pölten zu veranstalten. Im ersten Jahr nahmen 30 Kirchen mit 180 Veranstaltungen teil. Im Jubiläumsjahr sind es 57 Orte mit 270 Einzelveranstaltungen, zu denen bis zu 30.00 Besucher erwartet werden. In den vergangenen Jahren kamen rund 200.000 Interessierte zu insgesamt über 3000 Angeboten.

Propst Fürnsinn: Das Schöne als Zugang zum Göttlichen

„Die Kirche hat in den  vergangenen Jahrzehnten das Gute und Wahre meist in den Vordergrund gestellt“, sagte Propst Fürnsinn. „Aber sie darf die Kategorie des Schönen nicht vernachlässigen, weil es ein Verweis auf Gott und seine Schöpfung ist. Das kann ein Zugang zum Göttlichen sein.“ Kultus und Kultur würden aus einer gemeinsamen Wurzel heraus wachsen: Das Eine ohne das Andere führe in „Banalität oder Oberflächlichkeit“. Gute Kunst sei im weitesten Sinn des Wortes immer „religiös“, was letztlich zur Gottesfrage. führe, so Fürnsinn. „Ich hoffe, dass diese zentrale Frage in der 'Langen Nacht der Kirchen' nicht ausgeklammert wird, denn viele Menschen sehnen sich nach einem Zugang zu Gott. Da kann das Medium Gespräch und Kunst sehr viel vermitteln.“

Diözesankoordinator der „Langen Nacht der Kirchen“: Einfach hingehen!

57 Kirchen im Diözesangebiet (NÖ-West) beteiligen sich an der „Langen Nacht der Kirchen“ am 9. Juni 2017. Das Programm besteht aus 270 einzelnen Veranstaltungen und wurde von Diözesankoordinator Michael Scholz vorgestellt: Von der offenen Kirche bis zur Dachbodenführung, vom Gesprächsforum bis zu Impulsen mit Farbe und Licht, vom Film zur spannenden Kirchenrallye. Im gesamten Niederösterreich beteiligen sich 90 Kirchen mit 430 Veranstaltungen.

„Die Teilnahme ist ganz einfach“, betonte Scholz. „Hingehen reicht aus! Es benötigt keine Vorkenntnisse und schon gar keine Scheu. Die Kirchen bieten die Möglichkeit, ganz unverbindlich in Kontakt zu kommen – ob nur schnell reinschnuppern oder sich intensiv mit einem Thema zu beschäftigen bleibt ganz den Besucherinnen und Besuchern überlassen.“ Die Lange Nacht der Kirchen biete auch eine gute Gelegenheit für Begegnungen und Gespräche.

Das Programmheft für die Diözese St. Pölten liegt in den Kirchen auf bzw. kann auch kostenlos bestellt werden (solange der Vorrat reicht) unter langenacht@kirche.at oder 02742/324 3389.

Veranstaltungen im Bezirk

Pfarrkirche Brand:

Beginn mit musikalische Einstimmung, 18:00–18:30

KINDER-Kirche, 18:30–19:30

Die Kinder lernen die Kirche kennen, können dabei ihre Kreativität entfalten und zum Abschluss gibt es einen Luftballon-Start.

ERZÄHL-Kirche, 19:30–20:30

ehemalige Ministranten erzählen heitere Geschichten aus früherer Zeit

STILLE-Kirche, 20:30–21:15

Zeit der Stille – Jesus begegnen (Meditationsmusik)

KONZERT-Kirche, 21:15–22:00

Aufführung der „Friedensmesse“ für gemischten Chor, Streicher, Orgel und Sprecher von Lorenz Maierhofer

Heilige Messe, 22:00–22:45

Kirche Maria Himmelfahrt, Eisgarn:

„Das Letzte Abendmahl“, 20:00–20:15

mit  Romana Apfelthaler

Einläuten der „Langen Nacht“ und Hl. Messe musikalisch gestaltet vom Chor Eisgarn/Eggern, 19:00–19:45

Kleines Orgelkonzert von  Christoph Palme

Lieder von der Singgruppe Reingers, 20:15–20:30

Präsentation der Ausstellung „Unsere Kirchenschätze“, 19:45–20:00

Schluss-Segen von Propst Lango, 21:00–21:05

Pfarrkirche zur Hl. Margaretha, Heidenreichstein:

19:00 ökumenische Andacht in der evang. Kirche mit anschließender Agape

20:00 Musik, Geschichte(n) & Anekdoten der Reformation

22:00 gemeinsames Gebet & Singen in der röm-kath. Kirche

Der gemeinsam mit der röm-kath. Pfarre gestaltete Abend folgt nachfolgendem Ablauf: Ab 19:00 gemeinsame ökomenische Andacht in der evangelischen Kirche mit anschließender Agape Ab 20:00 Musik, Geschichte(n) & Anekdoten der Reformation Ab 22:00 gemeinsames Gebet & Singen in der röm-kath. Pfarrkirche in Heidenreichstein

Kirchenführung, Kirchenturmbegehung und Orgelvorstellung, 20:00–22:00

Führung durch die Kirche (Sakristei, Chor, Altarraum). Erklärung und Vorführung der Orgel. Kirchturmbegehung mit schönem Blick auf Heidenreichstein (bitte gute Schuhe anziehen).

20:00 – 20:40: erste Führung

21:00 – 21:40: zweite Führung


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