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GMÜND. Nur 32 Kilometer liegt das tschechische AKW Dukovany von der Landesgrenze entfernt, das nach Bestreben der tschechischen Regierung um zwei neue Atomreaktoren ausgebaut werden soll. Genau aus diesem Grund wird Landesrat Stephan Pernkopf (ÖVP) im Zuge des Verfahrens zur Umweltverträglichkeitsprüfung eine Stellungnahme des Landes mit scharfer Kritik an den Ausblauplänen abgeben. Die Volkspartei im Bezirk Gmünd unterstützt diese ablehnende Haltung und ruft ebenfalls zu einer lautstarken Bewegung gegen Atomkraft vor unserer Haustüre auf.

Gegen den AKW-Ausbau (v.l.): JVP-Bezirksobmann Michael Meindl, Bezirksparteiobfrau Martina Diesner-Wais, Gemeindeparteiobmann Martin Preis und ÖAAB-Bezirksobmann Stadtrat Patrick Layr

„Atomkraft ist ein nicht beherrschbares Sicherheitsrisiko. Deshalb ist wichtig, dass jede und jeder einzelne mit ihrer und seiner Stimme das Land NÖ unterstützt und ein kräftiges Zeichen gegen Atomkraft abgibt“, betont Bezirksparteiobfrau Martina Diesner-Wais.

Konkret unterstützt werden kann die Stellungnahme des Landes Niederösterreich auf www.energiebewegung.at und der Landes-Website www.noel.gv.at. Alle bis 23. September eingelangten Stellungnahmen werden gesammelt den tschechischen Behörden übermittelt.

In der Stellungnahme des Landes sind alle Sicherheitsbedenken aus niederösterreichischer Sicht schwarz auf weiß dokumentiert. Zum einen ist das die direkte Betroffenheit aufgrund der geringen Entfernung zu Niederösterreich. Zum anderen geht es um fehlende Sicherheitsreserven bei Erdbeben, die in europäischen Stress-Tests nach Fukushima festgestellt worden sind. Darüber hinaus ist die Aufrüstung der sicherheitsrelevanten Systeme und Komponenten immer noch nicht abgeschlossen. Zudem ist auch die Haftungsfrage und Situation bezüglich Endlager noch ungeklärt.


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