Höhepunkt der Saisonarbeitslosigkeit erreicht
BEZIRK GMÜND. Wie erwartet, hat im abgelaufenen Monat Jänner die Arbeitslosigkeit im Bezirk nochmals saisonbedingt stark zugenommen. Ende Jänner 2017 waren beim AMS Gmünd 2.254 Personen, davon 796 Frauen (Jänner 2016: 855) und 1.458 Männer (1.523), arbeitslos gemeldet, um 4,8 Prozent mehr als im Vormonat aber um 5,2 Prozent weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

„Die Saisonarbeitslosigkeit hat voll eingesetzt und dürfte nun Ende Jänner ihren Höhepunkt erreicht haben“, so AMS-Geschäftsstellenleiter Gerhard Ableidinger. Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr um 34 (oder 19,5 Prozent) auf insgesamt 208 gestiegen. Somit waren Ende Jänner 2017 in Summe 2.462 Personen beim AMS Gmünd vorgemerkt (Ende Jänner 2016: 2.552 Personen). Erfreulich ist, dass die Jugendarbeitslosigkeit deutlich um 16 Prozent gesenkt werden konnte.
Von den insgesamt 2.254 Vorgemerkten haben 855, also knapp 382 Prozent, wieder eine konkrete Einstellungszusage für die kommenden Monate. „In absoluten Zahlen stieg die Arbeitslosigkeit am stärksten in den Verkehrsberufen (+16 oder 19,0 Prozent)“, berichtet der Geschäftsstellenleiter Ableidinger. Ein erwähnenswerter Rückgang war in den Bau- (-29 oder -6,0 Prozent), Hilfs- (-23 oder -6,4 Prozent) sowie Metall-/Elektroberufen (-21 oder -9,4 Prozent) zu verzeichnen.
Die geschätzte Arbeitslosenquote liegt in Gmünd mit 14,5 Prozent über dem NÖ-Durchschnitt von 11,4 Prozent.
Situation besser als vor einem Jahr
Im vergangenen Monat wurden im Bezirk Gmünd 438 Jobsuchende neu arbeitslos, um 28 oder 6,0 Prozent weniger als im Jänner 2016. In 364 Fällen (+18 oder 5,2 Prozent) konnte die Vormerkung wiederum beendet werden. Davon konnten 170 Personen mit direkter oder indirekter Unterstützung des AMS wieder eine Beschäftigung aufnehmen, 56 sind in eine Schulung eingetreten und 138 sind aus anderen Gründen (Pension, Krankenstand, Meldeversäumnis, Auslandsaufenthalt, Wochenhilfe, etc.) aus der Vormerkung ausgeschieden.
Stellenangebot zu Jahresbeginn rückläufig
Mit Ende Jänner waren 88 offene Stellen (davon 26 sofort verfügbar) beim AMS Gmünd gemeldet. Gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres bedeutet dies ein Minus von 18 Stellen (17 Prozent). Im abgelaufenen Monat wurden 80 Stellen vom AMS Gmünd geworben und gleichzeitig auch 80 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt. Die Dauer bis der Besetzung der gemeldeten Stelle betrug im Durchschnitt 20 Tage.
Intensive Zusammenarbeit mit den Betrieben des Bezirkes
Um den Bedarf der Wirtschaft genau zu kennen und die passenden Arbeitskräfte zu vermitteln, planen die Mitarbeiter sowie die Führungskräfte des AMS Gmünd knapp 200 Betriebsbesuche durchzuführen. Mit in Summe rund 140 Personalvorauswahlen soll die punktgenaue Vermittlung von Arbeitskräften gelingen. Optimale Personalvermittlung ist auch das Thema der diesjährigen „Service für Unternehmen“-Kampagne – der AMS on Tour zwischen 19. April und 24. Mai. Viele Unternehmen nutzen bereits das eAMS-Konto, um bei der Personalsuche zeit- und ortsunabhängig mit dem AMS in Kontakt zu sein.


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