Vizekanzler Wolfgang Brandstetter besuchte Leyrer+Graf
GMÜND. Immer wieder finden sich Vertreter der Politik bei Leyrer+Graf zum Gedankenaustausch ein, um aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen zu diskutieren. Gestern stattete Vizekanzler und Bundesminister für Justiz, Wolfgang Brandstetter den Baukonzern an seinem Standort in Horn einen Besuch ab.

Firmenchef Stefan Graf stellte zu Beginn das Unternehmen mit seinem vielseitigen Leistungsspektrum und beispielhaften Referenzprojekten vor und betonte dabei, dass Leyrer+Graf zwar aufgrund der Größe von ca. 1.900 Mitarbeitern mittlerweile Konzernstrukturen aufweist und daher gleichzeitig der Unternehmenskultur eine bedeutende Rolle zugewiesen wird, um die Werte des Familienunternehmens hochzuhalten. „Mir ist es wichtig, dass sich die Mitarbeiter bei uns wohlfühlen und mit Freude ihre Arbeit verrichten. Dabei liegt es in meiner Verantwortung entsprechende Rahmenbedingungen zu bieten, damit das Arbeiten auch Spaß macht. Wir legen großen Wert auf einen wertschätzenden und respektvollen Umgang sowohl intern als auch mit unseren Kunden“, so Graf.
Vizekanzler Brandstetter zeigte hohes Interesse an der Firmenentwicklung und den Projekten, die nicht nur eine große Vielfältigkeit der Unternehmensgruppe, sondern auch die hohe Kompetenz aufzeigen. Neben der betrieblichen Entwicklung, welche vor allem in den vergangenen 20 Jahren ein beachtliches Wachstum hingelegt hat und zu den heimischen Vorzeigeunternehmen zählt, wurden selbstverständlich auch aktuelle politische und gesellschaftliche Themen und deren Überschneidungen diskutiert.
Unpopuläre Entscheidungen gefordert
Es gelten sowohl in einem Unternehmen als auch in der Politik ähnliche Grundprinzipien, nämlich primär, dass es auf die richtige Personalwahl ankommt. Es braucht Menschen, die persönliche Verantwortung übernehmen und zu ihrem Wort stehen und sich auch gegenüber der Gesellschaft verpflichtet fühlen, Leistung zu bringen. Ohne werteorientierter Führung entsteht kein Zugehörigkeitsgefühl und das trifft im Unternehmertum genauso wie in der Politik zu.
Auf die Frage des Vizekanzlers, in welchen Bereichen die Unternehmen Unterstützung durch die Politik benötigen, beantwortete Stefan Graf ganz klar mit: „Die Dinge anzupacken und Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie unpopulär sind.“
Regulierungsflut eindämmen
Die beiden waren sich einig, dass einiges an Aufgaben auf das kommende Regierungsteam wartet und sich einiges bewegen muss, vor allem in Hinblick auf die immer größere Flut an Regularien, die den Unternehmern das Leben schwer machen. Im Grunde strebt jeder nach Freiheit, doch leider entwickelt sich der gesellschaftliche Trend dahin, dass zwar viele frei sein wollen, gleichzeitig aber keine Verantwortung übernehmen möchten. „Und das ist ein Widerspruch in sich, weil beide Bereiche untrennbar miteinander verbunden sind. Um sich allerdings aus der Komfortzone hinauszubewegen braucht es Mut, nur dann können Entwicklung und Wohlstand entstehen bzw. gesichert werden,“ hieß es.
Im Anschluss an das Gespräch erfolgte noch eine Führung durch das Firmengelände. Das ebenfalls am Standort Horn angesiedelte Tochterunternehmen, die Graf-Holztechnik wurde von Geschäftsführer Michael Bauer vorgestellt und er führte Brandstetterr durch die Produktionshalle und stellte die einzelnen Leistungsbereiche vor.


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