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Trotz spätem Wintereinbruch: Deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit im Bezirk Gmünd

Daniel Schmidt, 03.04.2018 11:43

BEZIRK GMÜND. Wie erwartet, hat sich im abgelaufenen Monat März die Arbeitslosigkeit im Bezirk Gmünd saisonbedingt schon deutlich entspannt. Aufgrund der kalten Witterung haben sich jedoch etliche Wiedereinstellungen nach saisonaler Unterbrechung verzögert. Trotzdem ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres rückläufig.

„Ende März 2018 waren beim AMS Gmünd 1.594 Personen, davon 632 Frauen (März 2017: 687) und 962 Männer (1.002), arbeitslos gemeldet, um 391 (oder 19,7 Prozent) weniger als im Vormonat und auch um 95 (oder 5,6 Prozent) weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres“, so AMS-Geschäftsstellenleiter Gerhard Ableidinger.

Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr um fünf (oder 1,7 Prozent) auf insgesamt 291 leicht gestiegen. Somit waren Ende März 2018 in Summe 1.885 Personen beim AMS Gmünd vorgemerkt (Ende März 2017: 1.975 Personen). Erfreulich ist, dass in diesem Monat die Altersarbeitslosigkeit um 5,4 Prozent gesenkt werden konnte (absolut 35 Personen), wobei hier mehr die Frauen profitiert haben.

Branchen unterschiedlich betroffen

„In absoluten Zahlen stieg die Arbeitslosigkeit am stärksten in den Bauberufen (+40 oder 18,9 Prozent). Ein erwähnenswerter Rückgang war in den Hilfs- (-52 oder 17,6 Prozent), Handels- (-43 oder 26,2 Prozent) sowie Technikerberufen (-16 oder -34,8 Prozent)“, berichtet der Geschäftsstellenleiter des AMS Gmünd, Gerhard Ableidinger. Von den insgesamt 1.594 Vorgemerkten haben 472, also knapp 30 Prozent, wieder eine konkrete Einstellungszusage für die kommenden Monate.

Die geschätzte Arbeitslosenquote liegt in Gmünd mit 10,4 Prozent (-0,5 %) über dem NÖ-Durchschnitt von 8,4 Prozent.

Weniger neue Arbeitslose

Im vergangenen Monat wurden im Bezirk Gmünd 217 Jobsuchende neu arbeitslos, um 42 oder 16,2 Prozent weniger als im März 2017. In 669 Fällen (-36 oder -5,1 Prozent) konnte die Vormerkung wiederum beendet werden. Davon konnten 456 Personen mit direkter oder indirekter Unterstützung des AMS wieder eine Beschäftigung aufnehmen, 46 sind in eine Schulung eingetreten und 167 sind aus anderen Gründen (Pension, Krankenstand, Meldeversäumnis, Auslandsaufenthalt, Wochenhilfe, etc.) aus der Vormerkung ausgeschieden.

Mehr Wiedereinsteiger

„In den ersten drei Monaten dieses Jahres haben die AMS-Berater den arbeitsuchenden Menschen bereits über 2.260 Vermittlungsvorschläge gemacht. Das sind um 20,5 Prozent mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Und das mit Erfolg. So ist im Bezirk Gmünd heuer bereits um 33,3 Prozent mehr Langzeitarbeitslosen bzw. um 4,4 Prozent mehr älteren Arbeitslosen der Wiedereinstieg ins Erwerbsleben gelungen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres“, analysiert AMS-Chef Gerhard Ableidinger die aktuelle Arbeitsmarktlage.

Weiterhin positive Entwicklung am Stellenmarkt

„Die positive Entwicklung am Stellenmarkt setzt sich weiter fort“, freut sich AMS-Chef Ableidinger. Mit Ende März waren 113 offene Stellen beim AMS Gmünd gemeldet. Gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres bedeutet dies ein Plus von 27 Stellen (oder 31,4 Prozent). Im abgelaufenen Monat wurden 83 Stellen vom AMS Gmünd geworben und gleichzeitig 71 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt. Die Dauer bis der Besetzung der gemeldeten Stelle betrug im Durchschnitt 23 Tage.

eAMS-Service

Mit dem eAMS-Konto können Jobsuchende und Unternehmen zentrale Dienstleistungen des Arbeitsmarktservice per Selbstbedienung im Internet nutzen. Zum Beispiel per Mausklick einen neuen Arbeitsplatz bzw. passende Bewerber finden oder Arbeitslosenversicherungsleistungen abwickeln. „Arbeitsuchende mit Internetzugang sparen sich damit manchen Weg in die Geschäftsstelle. Und Unternehmen können so bequem rund um die Uhr AMS-Services nutzen“, erklärt AMS-Geschäftsstellenleiter Gerhard Ableidinger.

Mit dem online Service bietet das AMS einen zusätzlichen Kontaktweg, damit auch außerhalb von Öffnungszeiten Dienstleistungen genutzt werden können. „Selbstverständlich stehen unsere Berater in der Geschäftsstelle für persönliche Gespräche weiterhin zur Verfügung. Viele Anliegen werden auch telefonisch über unsere ServiceLine betreut“, stellt der AMS-Chef klar.


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