Kongress mit Photovoltaik Experten
GROSSSCHÖNAU. „Man kann demonstrieren oder handeln. Wahrscheinlich ist beides zusammen am sinnvollsten“, so der einhellige Tenor bei dem Treffen der österreichischen Klima- und Photovoltaik-Experten.

Photovoltaik (PV)- Anlagen leisten bereits jetzt einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stromerzeugung. Waren es Ende 2016 etwa 120.000 PV-Anlagen, die hauptsächlich unsere Dächer zieren, so soll es bis 2030 zu einer Verzehnfachung der Anlagen kommen. PV wird von einer Randtechnologie zum wichtigsten Treiber der EE werden.Für den Kongress konnte der Veranstalter TDW Großschönau die namhaftesten Experten Österreichs versammeln. So referierten neben Helga Kromp-Kolb zum Thema „Klimawandel erfordert die rasche Energiewende“ etwa Martin Fleischanderl, ob eine Energiewende unter den gegebenen Voraussetzungen nicht Utopie bleiben wird. Das Thema Energiewende wurde vom Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, Ingmar Höbarth ausführlich beleuchtet. Auf die Situation in NÖ gingen der Geschäftsführer der EnU, Herbert Greisberger, Vertreter der EVN und H. Fechner von der österr. Technologieplattform Photovoltaik ein.
Optimierungsmöglichkeiten
Letztendlich ist die kleinräumige Stromspeicherung ein Thema. Ohne Eigenverbrauchsoptimierung wird es nicht zu diesem radikalen Ausbau der PV-Anlagen kommen. Theodor Zillner vom BMVIT nahm dazu Stellung.Der TDW Großschönau unterstützt daher vollinhaltlich die Forderungen von Photovoltaik Austria an das neue – noch heuer in Kraft tretende EAG (Energieausbaugesetz), welche da lauten:Streichung der Eigenverbrauchsabgabe, mehrere Antragszeitpunkte, Aufstockung der Mittel für PV-Kleinanlagen und Stromspeicher, Förderung von Freiflächenanlagen auf Gewerbe- und Brachflächen, Deponien, definierten landwirtschaftlichen Flächen und Genehmigung von lokalen Energiegemeinschaften.“Erst wenn diese Rahmenbedingungen erfüllt sind, wird es zu einem fulminanten Durchbruch zur Verzehnfachung des Status Quo bei PV-Anlagen kommen“, sind sich die Mitglieder einig.


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