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BAD ISCHL. Mit der dritten Produktion in der Saison 2022, Wiener Frauen, präsentierte das Lehár Festival am Freitag, 12. August im Kongress & Theaterhaus Bad Ischl, in halbszenischer Form mit großem Orchester und in Starbesetzung ein besonderes Werk des Bad Ischler Ehrenbürgers Franz Lehár.

 (Foto: Hörmandinger)
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Wiener Frauen gilt neben Der RAstlbinder als Lehárs erste Operette überhaupt. Bei der Uraufführung im Theater an der Wien spielte der berühmte Alexander Girardi die Hauptrolle. 

Claire war einst in ihren Klavierlehrer Willibald Brandl verliebt, der sie mit einem Walzer verführte, allerdings nach Amerika ging und dort einen schicksalhaften Tod fand.Der wohlhabende Philip Rosner eroberte daraufhin ihr Herz, jedoch hört Claire kurz vor der gemeinsamen Hochzeit erneut den unvergesslichen Walzer des vermeintlich Verstorbenen. Daraufhin lässt Rosner nichts unversucht um seine geliebte Claire doch noch von sich zu überzeugen. Die Töchter des Musiklehrers Nechledil sollen sich in den noch immer lebendigen und walzerseeligen Willibald verlieben. Die Verwicklungen werden jedoch so verwickelt, dass sie schließlich nur durch den unparteiischen, jedoch sehr umtriebigen Dr. Winterstein ein gutes Ende finden. 

Die Operette besticht durch Witz, Leidenschaft und Temperament. Schon in diesem Frühwerk Lehárs ist seine geniale Handschrift unverkennbar. Auf der Bühne brillierten die Publikumslieblinge Sieglinde Feldhofer & Thomas Blondelle in den Hauptrollen. Susanna Hirschler, KS Josef Forstner & Gerd Vogel überzeugten mit pointierter Komik. Auffallend im Mittelpunkt der Inszenierung von Angela Schweiger: Der fantastische Chor des Lehár Festivals und das wunderbare Franz Lehár-Orchester unter der musikalischen Leitung von Marius Burkert. 

Ein kurzweilig und ironisch inszenierter Klassiker mit eingängigen Melodien, exzellentem Timing und sensationellen Pointen.

Das deutsche Klassik-Label cpo wird eine Aufnahme der Produktion als CD veröffentlichen.

 

Weitere Termine: 18. August um 15.30 und um 20 Uhr


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