Nach erfolgreicher Operation schöpft Asylwerber wieder Hoffnung
GMUNDEN. Neben Unterkünften, Nahrung und Hygieneartikeln ist es oft auch medizinische Hilfe, die von Menschen, die auf der Flucht sind, dringend benötigt wird. Am Salzkammergut-Klinikum Gmunden konnte kürzlich ein junger syrischer Asylwerber erfolgreich operiert werden – sodass er nun wieder mit etwas mehr Hoffnung in die Zukunft sehen kann.

Hassan M. lebte mit seiner Frau und seinen zwei kleinen Kindern in der syrischen Stadt Diralzor. Im Zuge von Kampfhandlungen mit syrischen Regierungstruppen sowie Truppen des islamischen Staates erlitt er schwere Schussverletzungen. Es gelang ihm die Flucht in die Türkei, wobei er allerdings seine Familie zurücklassen musste. In der Türkei wurde er zwar medizinisch versorgt, es gelang den Ärzten allerdings nicht, ein in die Nähe des Herzens eingedrungenes Metallgeschoß zu entfernen. Nach der Entlassung aus dem Spital setzte er seine Flucht über Griechenland, Mazedonien und Serbien nach Österreich fort, wo er um Asyl ansuchte und letztendlich in der Fliegerschule Gmunden untergebracht wurde.
Wegen ständiger heftiger Schmerzen im Brustkorb wurde er in das Salzkammergut-Klinikum Gmunden eingeliefert. Eine radiologische Untersuchung zeigte ein im Zwerchfell steckendes und vom linken Leberlappen bis zum Herzbeutel reichendes Metallgeschoß. Da die Gefahr bestand, dass der Metallsplitter in den Herzbeutel wandern könnte, war eine umgehende Operation notwendig. Dem Leiter der chirurgischen Abteilung in Gmunden, Primar Univ. Prof. Dr. Roman Rieger und seinem chirurgischen Team, gelang es, den Granatsplitter erfolgreich zu entfernen und die Zwerchfellverletzung zu versorgen.
Der Patient erholte sich rasch und konnte nach acht Tagen das Krankenhaus wieder verlassen. Hassan M. ist überglücklich über die erfolgreiche Behandlung und die menschliche Betreuung. Die positiven Erlebnisse konnten das erfahrene Leid und die Sorge um die in seiner Heimat zurückgelassene Familie zumindest vorübergehend etwas erleichtern.








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