Katholische Gmundner Pfarren planen Fusion
GMUNDEN. Nachdem Franz Trinkfass im Herbst des Vorjahres von der Pfarre Gmunden-Ort nach Altmünster wechselte, ist Gmunden-Ort ohne Priester. Eine Zusammenlegung mit der Gmundner Stadtpfarre ist im Gespräch, doch das letzte Wort scheint noch nicht gesprochen.

Seit 234 Jahren besteht die Pfarre Gmunden-Ort, nun soll sie mit der Stadtpfarre fusioniert werden. Für die Alternative – ein ehrenamtliches Seelsorgeteam, wie etwa in Steyrermühl oder Roitham – fehle die Bereitschaft, so Pfarrgemeinderatsobfrau Andrea Rockerbauer. Die nun geplante Zusammenlegung wird von Pfarrprovisor Alois Rockenschaub vorbereitet. Er geht von einem rund zwei Jahre dauernden Fusionsprozess aus.
Strukturreform in der Diözese
Die am Wochenende in Wels vorgestellte Strukturreform der Pfarren der Diözese Linz (->mehr zur geplanten Reform) würde auch andere Möglichkeiten schaffen, wie Michael Kraml, Pressesprecher der Diözese Linz erklärt. Eine Zusammenlegung sei nicht unbedingt notwendig.
Nach dem präsentierten Entwurf soll ein Teil der Verwaltungs- und Organisationsarbeit künftig in übergeordneten „Pfarren“ erledigt werden, die die heutigen Dekanate ersetzen. Die jetzigen Pfarren sollen – als künftige „Pfarr-Gemeinden“ – von einem selbstständig vorgeschlagenen Seelsorgeteam geleitet werden. Pfarrer als Leiter der einzelnen „Pfarr-Gemeinden“ soll es nach diesem Entwurf künftig nicht mehr geben, jeder Gemeinde sei allerdings ein Priester für die priesterlichen Dienste zugeteilt. Dies würde auch für die Gemeinde Gmunden-Ort andere Möglichkeiten eröffnen, so Kraml.


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