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GMUNDEN. Obwohl Ferdinand Krackowizer Gmunden seinen Stempel aufgedrückt hat wie wohl kein Zweiter, gab es bislang keine Biografie über den langjährigen Bürgermeister und Verfasser der Stadtchronik. Der Historiker Heinz Schießer hat diese Lücke nun gefüllt.

Heinz Schießer stellt am 24. April sein aktuelles Buch vor. Foto: Tóth
  1 / 2   Heinz Schießer stellt am 24. April sein aktuelles Buch vor. Foto: Tóth

Der Arzt und begeisterte Alpinist Ferdinand Krackowizer führte Gmunden als Bürgermeister durch eine Zeit des Wandels, wie Heinz Schießer betont: Seine Amtszeit begann 1912, in der „guten, alten Kaiserzeit“, führte durch den Ersten Weltkrieg, als es auch in der ehemals mondänen Kurstadt Gmunden ums nackte Überleben ging, und endete 1924 in der an Konflikten und wirtschaftlichen Problemen reichen Zeit der ersten Republik.

Noch heute bekannt (und erst vor wenigen Jahren wieder neu aufgelegt) ist Krackowizers dreibändige Chronik der Stadt Gmunden samt ergänzender Häuserchronik, an der Krackowizer 17 Jahre lang gearbeitet hat.

Präsentation im Kammerhofmuseum

Der Gmundner Historiker Heinz Schießer, der in den vergangenen Jahren fünf lokalhistorische Bücher veröffentlichte, setzte sich bereits in seiner Diplomarbeit vor zehn Jahren mit Ferdinand Krackowizer auseinander. Im Zuge seiner umfangreichen Recherchen arbeitete er auch viele bislang unentdeckte und früher nicht verwendete Quellen auf. In einer erweiterten Fassung, die auch die Entwicklung einiger großer Wirtschaftsbetriebe in der Krackowizer-Zeit beinhaltet, wird „Die Ära Krackowizer in Gmunden. Politik – Geschichtsschreibung – Wirtschaft“ nun als Buch veröffentlicht. Die Präsentation findet am Mittwoch, 24. April, um 19 Uhr im Kammerhof Museum statt.


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