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SCHARNSTEIN. „Das Schönste ist, wenn man für andere etwas bewegen kann“, ist Ilse Schachinger überzeugt. Entsprechend ist der langjährigen Amtsleiterin auch in der Pension nicht langweilig.

Ilse Schachinger ist auch die Gestalterin der Ausstellung „Blickpunkt Sport“ Foto: Tóth
Ilse Schachinger ist auch die Gestalterin der Ausstellung „Blickpunkt Sport“ Foto: Tóth

„Das Museum und der Kulturverein: Das ist neben den Enkerln mein Pensionistenleben“, lacht Ilse Schachinger. Zuletzt initiierte sie die Ausstellung „Blickpunkt Sport“, die im Sensenmuseum Geyerhammer noch bis 26. Oktober die heimischen Sportvereine ins rechte Licht rückt. Ihr Talent für mitreißende Führungen stellt sie auch regelmäßig in der Schmiede selbst und beim Sensenweg unter Beweis: „Das ist mir ein totales Anliegen, ich bin damit aufgewachsen. Meine Eltern, meine Großeltern: Sie haben alle im Werk gearbeitet“, erzählt Schachinger.

„Fünf Bürgermeister“

Mit ihrer Heimat ist sie aber auch beruflich eng verbunden: 40 Jahre – „unter fünf Bürgermeistern“ – war sie auf dem Gemeindeamt tätig, davon 37 Jahre als Standesbeamtin: „Ich habe von vielen Brautpaaren schon die Eltern getraut“, so Ilse Schachinger. Ehrenamtlich hat sie beim Aufbau des Roten Kreuzes in Scharnstein ebenso tatkräftig mit angepackt wie heute bei der Fördergenossenschaft „Lebenswertes Almtal“ oder im Vorstand der Leader-Traunsteinregion.

Dass Schachinger – neben ihrer Arbeit als Amtsleiterin und „aus reinem Interesse“ – auch ein Jus-Studium absolvierte, kommt heute der Öffentlichkeit zugute: Auf ihre Frage, ob sie bei den Corona-Massentests helfen kann, wurde sie auf die Bezirkshauptmannschaft eingeladen: „Heimgekommen bin ich mit einem Laptop und einem Online-Zugang“, erzählt Schachinger. Rund 600 Bescheide zur Lohnfortzahlung in Covid-Fällen hat sie bisher ausgestellt – alles ehrenamtlich.

„Ich freue mich immer, wenn ich meine Kontakte und mein Wissen für andere nutzen kann und etwas Gutes entsteht“, so Schachinger. Eines habe sie sich aber jetzt für die Pension doch noch vorgenommen, erzählt sie schmunzelnd: „Ich lerne gerade das Nein-Sagen.“


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