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VORCHDORF. Stefani Nikelski, zurzeit vermutlich älteste und noch immer rüstige Vorchdorferin, feierte ihren 100. Geburtstag.

Stefani Nikelski, Herbert Riess (Foto: Peter Sommer / Fotopress)
Stefani Nikelski, Herbert Riess (Foto: Peter Sommer / Fotopress)

Stefani Nikelski kam in Derelui, zehn Kilometer südöstlich von Czernowitz, am 16. Mai 1923 zur Welt. Fünf Jahre vor ihrer Geburt gehörte ihr Heimatland Bukowina - auf Deutsch Buchenland -noch zum Habsburgerreich. Als 17-Jährige gehörte Stefani mit ihren deutschsprachigen Landsleuten, zu den ersten Opfern des Hitler-Stalin Paktes. Allesamt wurden sie im Herbst 1940 nach Oberschlesien (Polen) umgesiedelt. Am 23. Jänner 1945 brach Stefani mit 1.777 Landsleuten zu einer 40-tägigen Flucht vor der Roten Armee nach Westen auf. Ihr Pferdetreck erreichte am 5. März 1945 um 9 Uhr Vormittag zunächst Laakirchen, wo sie aufgeteilt wurden. Stefanis Wagen sowie 22 weitere wurden nach Vorchdorf umgeleitet – dorthin, wo das Gasthaus Wang (Einsiedling) für Stefanis Familie ihr neues Zuhause wurde.

Trotz Zahnschmerzen empfing die Jubilarin alle Gratulanten überaus humorvoll. Vorchdorfs Bürgermeister Johann Mitterlehner gratulierte zunächst mit einer Gemeinde-Abordnung und gleich darauf Pater Ernst, der sich bereits 1958 von Stefanis Mutter Rosalia um zwei Schillinge die Haare schneiden ließ, wie er erzählte. Als Kulturbeauftragter der Buchenlanddeutschen-Landsmannschaft von Österreich überbrachte Herbert Riess persönliche Glückwünsche von der Landsmannschaft, sowie ein eigens vorgetragenes Geburtstagsständchen.


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