Kasberg wurde zu einem einzigen Dancefloor (Update 22.01., 18.25 Uhr)
GRÜNAU. Die Veranstaltung Bass Mountain und perfektes Skiwetter lockten weit mehr als 4.000 Gäste auf den Kasberg.

Bereits in den Morgenstunden war bei besten Wetterbedingungen der Besucherandrang enorm. Gäste aus Oberösterreich, aber auch darüber hinaus strömten zum Kasberg, um einen „Day in the snow and bass“ zu verbringen. Highlight für viele war die große Terrasse auf der Sonnalm, die als Dancefloor fungierte und letztlich bis zum Ausgang der Mittelstation der Kasbergbahn erweitert wurde. DJs aus Spanien, England, Deutschland, der Schweiz und namhafte nationale Acts sorgten für beste Stimmung.
Es gab aber auch Kritik: Die Polizei teilte mit, dass wegen einer massiven Überschreitung der Teilnehmerzahl und nicht eingehaltener Bescheidauflagen eine Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft erfolgt sei. Vonseiten der Kasberg Betriebs GmbH wird betont, dass nicht über 2.100 Festival-Tickets verkauft wurden, was durch die erteilten Bewilligungen abgedeckt gewesen sei. In Zusammenhang mit den - wegen des perfekten Skiwetters und eines kurzfristigen Ausfalls der Wurzeralmbahn - besonders vielen Skigästen habe es jedoch einen Besucherrekord auf dem Kasberg gegeben.
Eine angekündigte ausführliche Stellungnahme des Veranstalters lag zu Redaktionsschluss am Montagvormittag noch nicht vor. Auch aus der Bezirkshauptmannschaft gab es noch keine näheren Informationen. Tips berichtet auf www.tips.at über aktuelle Entwicklungen.
UPDATE 22.01., 18.25 Uhr
Veranstalter: „Keine Unterscheidung zwischen Skifahrern und Eventgästen vorgenommen“
Die Veranstalter reagierten am Nachmittag mit einer Presseaussendung auf die kritischen Berichte: „Nach einem unvergesslichen Tag mit strahlendem Sonnenschein und traumhaften Ski-Bedingungen sind wir immer noch überwältigt vom durchwegs positiven Feedback unserer Gäste am Kasberg am letzten Samstag.
Entgegen der vorherrschenden Berichterstattung, bei der immer wieder zwischen Skifahrern und Eventgästen unterschieden wird, möchten wir darauf hinweisen, daß von Beginn der Planung bis zur Durchführung des Events weder von Veranstalterseite, noch von den Betreibern der Bergbahnen eine solche Unterscheidung vorgenommen wurde. Dies wurde auch nicht zuletzt dadurch offen kommuniziert, daß sowohl von Bass Mountain, als auch von den Bergbahnen immer Tagesskipässe inkludiert wurden.
Mit Überraschung nahmen wir die Pressemeldungen in den letzten Stunden zur Kenntnis. Wir sind nicht zuletzt deshalb verwundert, weil sie ein Bild des Events „Bass Mountain“ zeichnen, das sich diametral vom Feedback der überwältigenden Mehrheit der Besucher unterscheidet. Der überwältigende Teil des Feedbacks der Besucher von Bass Mountain ist durchwegs positiv, ein verschwindend geringer Anteil negativ, und ausnahmslos nicht sicherheitsrelevant.
In Zeiten von Social Media, in denen jeder seine „eigenen Fakten“ in Sekundenschnelle in die Welt setzen kann, sind wir froh darüber, daß es noch offizielle Medien gibt, die sich objektiv an Fakten orientieren.
Der Kasberg hat am 20.01. einen Besucherrekord in der jüngeren Geschichte aufgestellt, und wir, als Bass Mountain Veranstalter, sind stolz darauf, einen deutlichen Beitrag dazu geleistet zu haben, der hoffentlich dabei hilft, den Kasberg zu erhalten und für die Zukunft vor allem dem eher jüngeren Publikum ans Herz zu legen.“


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