BAD ISCHL. In diesem Schuljahr findet eine Zusammenarbeit zwischen dem Salzbergwerk Altaussee und der Klasse 4B des BG und BRG Bad Ischl statt. Die Schüler setzen sich im Unterricht mit der Geschichte der Region während des Zweiten Weltkriegs auseinander.

Im Rahmen des Unterrichts unternahmen die Jugendlichen gemeinsam mit ihrer Kunstlehrerin Elisabeth Gutenbrunner und ihrem Geschichtslehrer Markus Hödl eine Exkursion zum Salzbergwerk Altaussee. Eingeladen hatte Harald Pernkopf, Pressesprecher der Salzwelten. Bei einer Führung durch das Bergwerk erhielten die Schüler Einblicke in die Ereignisse während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Themen wurden in den Stollen, im Museum sowie mit Zeitzeugenberichten in Film- und Audioaufnahmen vermittelt.
Ab 1943 errichteten die Nationalsozialisten ein großes Depot in den Stollen der Salzbergwerke Altaussee und Bad Ischl, um Kunstschätze aus österreichischen Klöstern, Kirchen und Museen vor den Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs zu schützen. Ab Jänner 1944 wurden auch Kunstwerke eingelagert, die in ganz Europa geraubt worden waren. Das Bergwerk Altaussee wurde zur größten geheimen Einlagerungsstätte für Raubkunst und umfasste rund 6.500 Gemälde sowie weitere Kulturgüter wie Münzsammlungen, Möbel und Bücher.
Künstlerische Auseinandersetzung mit Kunstwerken
Einige dieser Kunstwerke wurden von den Schülern im Unterricht genauer behandelt. Jeder Schüler beschäftigt sich im Kunstunterricht mit einem Kunstwerk und erarbeitet neue Assoziationen oder Umdeutungen zu dem Werk. Der Auftrag lautete: Suche eine künstlerische Antwort.
Am Donnerstag, 30. April, wird die Klasse das Studio des Freien Radio Salzkammergut besuchen und mit Unterstützung von Andrea Csiki-Keil in einer Live-Sendung über das bisher Erlebte und Gelernte berichten.
Vernissage im Steinhaus am Salzberg
Als Abschluss der Zusammenarbeit ist am Freitag, 8. Mai 2026, eine Vernissage geplant. Im Steinhaus am Salzberg werden die Werke der Schüler präsentiert. Die Ausstellung dauert bis November und kann während der Öffnungszeiten besucht werden.


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