Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BAD ISCHL. Der extrem niedrige Wasserstand am Nussensee bringt immer neue Probleme ans Licht. Jetzt mussten tote Seeforellen sogar per Drohne geborgen werden.

Weitere Fundstücke im Nussensee (Foto: FC Nussensee)
Weitere Fundstücke im Nussensee (Foto: FC Nussensee)

Die Lage am Nussensee bei Bad Ischl bleibt außergewöhnlich. Nach anhaltender Trockenheit war die Gesamttiefe vor den jüngsten Niederschlägen auf nur noch rund drei Meter gesunken. Durch den fallenden Wasserspiegel kamen Kriegsrelikte zum Vorschein. Laut Polizei wurden mittlerweile rund 600 Kilogramm TNT-haltiges Material gesichert und entsorgt. Für das Gebiet gilt weiterhin ein umfassendes Betretungsverbot.

Tote Fische per Drohne geborgen

Das stellt den FC Nussensee – Bad Ischl vor ein Problem. Nach der Notabfischung am 1. August wurde der Verein von der Bezirkshauptmannschaft beauftragt, den See auf verendete Fische zu kontrollieren und diese zu entfernen. Damit soll auch das Risiko einer Verunreinigung der unterirdischen Verbindung zum Wildensteiner Quellbezirk, einem Teil der Bad Ischler Trinkwasserversorgung, möglichst gering bleiben.

Wegen der Sperre kann der Verein den See derzeit nur mit einem Spektiv von außerhalb beobachten. Am 17. August wurden dabei tote Seeforellen entdeckt. Weil eine Bergung zu Fuß nicht möglich war, entstand eine ungewöhnliche Idee: Eine Drohne sollte die Fische aus dem gesperrten Bereich holen.

Da der Nussensee im Naturschutzgebiet liegt und dort ein Drohnenflugverbot gilt, war dafür eine Ausnahmegenehmigung des Landes nötig. Schließlich wurde ein 90-minütiges Zeitfenster genehmigt – eine Fachfirma konnte die verendeten Seeforellen erfolgreich bergen.

Flaschenpost und „Hungerstein“ entdeckt

Für Sorge sorgt weiterhin das TNT-haltige Material, da freies TNT in Verbindung mit Wasser zu einer Belastung mit giftigen Stoffen führen kann. Laut Polizei hat die Stadt Bad Ischl Maßnahmen zur Sicherung der Quellen eingeleitet.

Der niedrige Wasserstand brachte aber noch einen außergewöhnlichen Fund ans Licht: Obmann-Stellvertreter Christoph Achleitner entdeckte eine historische Flaschenpost und den laut Verein originalen „Hungerstein“ des Nussensees. Die Flasche soll erstmals 1959 angebracht und 1972 erneuert worden sein. Sie wird nun von einem Sachverständigen untersucht. Was sich darin befindet, bleibt vorerst ein Geheimnis.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Gmundenerin gibt bei Line-Dance-Festival den Takt vor

Gmundenerin gibt bei Line-Dance-Festival den Takt vor

GMUNDEN/ST. ANTON. Seit mehr als 20 Jahren ist Line-Dance die große Leidenschaft von Lilly Hollnsteiner, die gemeinsam mit ihrem Mann die Tanzschule ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Familienfest im Kurpark: Bad Goisern lädt zum Spielen und Genießen

Familienfest im Kurpark: Bad Goisern lädt zum Spielen und Genießen

BAD GOISERN. Hüpfburg, Kinderschminken und süße Schmankerl: Am 5. September steigt im Kurpark Bad Goisern erstmals ein großes Familienfest ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Begegnung, Bewegung und Spaß auf der Ebenseer Hauptstraße

Begegnung, Bewegung und Spaß auf der Ebenseer Hauptstraße

EBENSEE. Das Frauen*Forum Salzkammergut lädt gemeinsam mit der Marktgemeinde Ebensee und örtlichen Einrichtungen zur Hauptstraßen-Gaudi ein. ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Mit dem Mitfahrbankerl zu den Langbathseen in Ebensee

Mit dem Mitfahrbankerl zu den Langbathseen in Ebensee

EBENSEE. In Ebensee startet ab Donnerstag, 27. August, das Projekt „Mitfahrbankerl“ und zeigt, wie einfach gemeinsame Mobilität ist.

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
50 Jahre Zeltlager der Union Ebensee

50 Jahre Zeltlager der Union Ebensee

EBENSEE. Das traditionelle Zeltlager der Union Ebensee in Weyregg am Attersee fand heuer bereits zum 50. Mal statt.

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Salinenmusikkapelle Bad Ischl blickt auf Kurkonzertsaison zurück

Salinenmusikkapelle Bad Ischl blickt auf Kurkonzertsaison zurück

BAD ISCHL. Mit dem „Großen Österreichischen Zapfenstreich“ und dem traditionellen „Knappenmarsch“ ging die diesjährige Kurkonzertsaison ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Weitere Beiträge