Grippewelle hat das Salzkammergut voll erwischt
GMUNDEN/BAD ISCHL/VÖCKLABRUCK. Die Grippe ist in vollem Gange: In allen drei Häusern des Salzkammergut-Klinikums werden derzeit gesonderte „Grippestationen“ für die Erkrankten geführt.

Ursache für diese Maßnahme, die in den letzten Jahren nicht nötig war, ist die hohe Erkranktenzahl, erklärt Dr. Tilmann Königswieser, der ärztliche Leiter des Klinikums. „Grundsätzlich sollten Grippekranke wegen der hohen Ansteckungsgefahr im Krankenhaus isoliert untergebracht werden. Da es derzeit so viele betrifft, haben wir sie jeweils in eigenen Stationen zusammengefasst.“ Jeder Patient, der mit grippeartigen Symptomen ins Krankenhaus kommt, wird genau untersucht und - falls es sich um die echte Influenza handelt - in den abgesonderten Abteilungen behandelt.
Weiterer Anstieg möglich
Teilweise mussten in den Häusern in Gmunden, Vöcklabruck und Bad Ischl insgesamt bis zu 80 Grippekranke stationär betreut werden, derzeit liegt die Zahl um die 50. „Erfahrungsgemäß bringt der Schulbeginn meist noch eine kleine Steigerung, weil die Kinder dann wieder mehr Kontakt haben“, rechnet Königswieser in den nächsten Tagen mit einem weiteren Anstieg. Österreichweit wird der Höhepunkt der Grippewelle laut Uni Wien in den nächsten zwei Wochen erwartet.
Keine „Gangbetten“
Ein Problem mit „Gangbetten“ wie es derzeit in einigen Wiener Spitälern herrscht, gebe es im Salzkammergutklinikum - dank eines „guten Bettenmanagements“ nicht, so Königswieser.
Hochinfektiös und vor allem für Ältere gefährlich
Die Grippe ist sehr ansteckend und kann - vor allem bei älteren Personen - auch lebensbedrohlich werden: So müssen im Salzkammergut Klinikum einige Grippekranke auf der Intensivstation betreut werden. Auf den Grippestationen gelten daher auch für Besucher besondere Hygienemaßnahmen: Mit Mundschutz und Kittel sollen sie sich selbst schützen, aber auch die Weiterverbreitung des Virus verhindern.
„Lassen Sie sich impfen!“
Neben besonders aufmerksamer Hygiene, vor allem oftmaliges und gründliches Händewaschen, schützt vor allem eine Impfung vor der „echten Gripe“. Tilman Königswieser appelliert an alle (noch) nicht Erkrankten: „Heuer wirkt der Imfstoff wirklich sehr gut. Mit einer Impfung schützt man sich selbst, aber auch gefährdete Angehörige.“
Angeboten wird die Impfung bei vielen Hausärzten, zudem können Versicherte von OÖGKK, SVA und SVB, die älter als 14 Jahre sind, die Impfung auch in den Niederlassungen der Gebietskrankenkasse erhalten. Die GKK-Impfungen zum Preis von 15 Euro werden bis 4. Februar angeboten (Gmunden: Dienstag von 8 bis 12 Uhr, Bad Ischl: Montag von 7 bis 10 Uhr und Vöcklabruck Montag und Mittwoch von 7 bis 9 Uhr).


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