Spatenstich für das lang erwartete neue Lebenshilfe-Wohnhaus
GMUNDEN. Vor zwölf Jahren wurden die ersten Pläne für ein Wohnhaus der Lebenshilfe neben der Werkstätte in Gmunden entworfen. Nun wurde der Spatenstich gefeiert.

Das neue Wohnhaus bietet Platz für 15 Bewohner und sieht auch einen Kurzzeit-Wohnplatz vor. Untergebracht werden sollen hier einerseits Bewohner aus dem nicht barrierefreien Haus in Steyrermühl sowie aus den Wohnhäuser Scharnstein und Altmünster.
Dringender Bedarf nach Wohnplätzen
Sieben Wohnplätze werden neu geschaffen. Sie tragen dazu bei, die lange Warteliste etwas zu verkürzen, auf die Lebenshilfe OÖ-Präsidentin Helga Scheidl anlässlich des Spatenstichs hinwies: „Alleine im Bezirk Gmunden sind 74 Personen auf den Wartelisten für einen voll- oder teilbetreuten Wohnplatz, 29 haben einen akuten Wohnbedarf innerhalb eines Jahres.“
Auch Arnold Bauer, Obmann der für den Bau zuständigen Arbeitsgruppe in der Lebenshilfe, betonte den dringenden Bedarf: „Alleine acht Personen, die in der Werkstätte Gmunden beschäftigt sind, warten dringend auf einen Wohnplatz. Ihre Angehörigen sind zum Teil schon bis zu 80 Jahre alt.“ Er hoffe auf Plätze für diese unmittelbar betroffenen Klienten, so Bauer.
Einzug Ende 2019
Das neue Wohnhaus, das Ende nächsten Jahres in Betrieb gehen soll, nimmt auch Rücksicht auf die immer älter werdenden Bewohner der Lebenshilfe. So wurde die Möglichkeit zu pflegerischen Angeboten bereits ins Baukonzept integriert – etwa in Form einer Pflegebadewanne mit Hebelift. Die bewilligten Gesamtkosten für das Wohnprojekt, das direkt neben der Lebenshilfe-Werkstätte errichtet wird, belaufen sich auf rund 1,9 Millionen Euro.


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