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KIRCHHAM. Trotz finanzieller Einbußen aufgrund von Corona plant Kirchham mit dem Ausbau von Schule und Kindergarten ein Großprojekt. Und auch beim Mobilfunk für die Ortschaft Hagenmühle will Bürgermeister Hans Kronberger noch eine Lösung auf Schiene bringen.

Bürgermeister Hans Kronberger Foto: Gemeinde Kirchham
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Tips: Wie hat sich Corona auf Ihre Gemeinde ausgewirkt?

Bürgermeister Hans Kronberger: Aus wirtschaftlicher Sicht haben wir einen Einnahmenausfall von 350.000 Euro, also etwa 15 Prozent. Das bedingt, dass wir gerade im nächsten Jahr sparen müssen. Heuer sind wir mit einem „blauen Auge“ davongekommen, 90 Prozent der geplanten Projekte konnten realisiert werden. Ich finde, dass die Gemeinde als wirtschaftlicher Impulsgeber wichtig ist, denn unsere Investitionen sichern Arbeitsplätze. Es freut mich sehr – und dafür möchte ich mich aufrichtig bedanken –, dass unsere Klein- und Mittelbetriebe die Krise bisher gut überwunden haben. Das spüren wir positiv bei der Kommunalsteuer und bei den Arbeitsplätzen. Was mich betrüblich stimmt, ist, dass das Gemeinschaftswesen sehr leidet, weil wir kaum Veranstaltungen machen können. Hier müssen wir tun, was möglich ist und die Vereine motivieren, aktiv zu bleiben. Wir haben hier in Kirchham eine gute Dorfgemeinschaft und sind es gewohnt, miteinander zu gestalten und zu feiern – das fehlt uns jetzt sehr.

Tips: Mit dem Ausbau von Schule und Kindergarten steht offenbar eine große Investition ins Haus?

Kronberger: Der Ausbau ist aufgrund von geburtenstarken Jahrgängen und Zuwanderung notwendig. Wir haben hier ein Gesamtpaket entwickelt, damit alles am bestehenden Standort Platz findet: für den Kindergarten ein Gruppen- und ein Bewegungsraum, für die Schule zwei zusätzliche Klassenräume – auch für die Nachmittagsbetreuung, die Neugestaltung der öffentlichen Bücherei sowie Trainings- und Gymnastikräume, alles barrierefrei durch einen Personenlift. Das Projekt liegt derzeit beim Land, der Bedarf wurde bereits bestätigt. Jetzt geht es um die Dimensionen und die Kosten, welche auf etwa vier Millionen Euro geschätzt wurden. Ich möchte das Projekt noch vor dem Bürgermeisterwechsel Ende März genehmigungsreif machen, denn es wäre gut, wenn wir im nächsten Herbst bereits mit dem Kindergartenausbau anfangen könnten. Das ist sicher die größte Herausforderung für die nächsten Jahre, für die wir auch das Investitions-Paket des Landes und des Bundes nutzen möchten.

Tips: Das Thema Mobilfunk für Hagenmühle ist ein Dauerbrenner. Gibt es hier eine Lösung?

Kronberger: Seit Jahren kämpfe ich um eine Mobilfunkanbindung für die etwa 120 Haushalte. Ich habe wesentlich mitgeholfen, dass 2018 der Sendemast für den Behördenfunk am Feichtenberg so errichtet wird, dass darauf auch ein Mobilfunk-Sender angebracht werden kann. Der Funkmast steht, der Behördenfunk geht, aber mobil telefonieren ist noch immer nicht möglich. Das ärgert mich. Ich bin derzeit mit Landesrat Klinger in Verhandlungen, da ich der Meinung bin, dass die Politik hier Lösungen schaffen muss. Es geht um die Sicherheit und Bildung der Menschen, da darf es am Geld nicht scheitern. Gerade in Corona-Zeiten, wenn die Menschen von zu Hause ihre Arbeit oder Schulaufgaben erledigen müssen. Telefonieren darf kein Privileg, sondern sollte in allen Regionen des Landes eine Selbstverständlichkeit sein.


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